Top Five – Sportler-Biografien

Ein autobiografisches Werk sollte man schreiben, wenn man etwas zu erzählen hat, etwas wirklich Unterhaltsames aus dem eigenen Leben. Der Autor nutzt diese Form, um selbst noch einmal gewisse Stationen seines Lebens Revue passieren zu lassen. Eigene Erinnerungen können da schon etwas Besonderes sein. In den letzten Jahren haben auch immer mehr Sportler zu dieser Variante gegriffen. Vorrangig wollen sie mithilfe eines Buches Fans begeistern und über Dinge berichten, die man von außen gar nicht so über ihren Sport in Erfahrung bringen kann. Daneben gibt es auch einige von ihnen, die neben den sportlichen Erlebnissen private Details einzubringen verstehen, die dem Leser einen tiefgreifenderen Einblick in das Leben ihres Idols gewähren. Aktuellstes Beispiel: „Das Leben ist kein Spiel“ von Tennischamp Boris Becker. Zehn Jahre nach seinem ersten autobiografischen Werk informiert er sein Publikum über seine Frauen und die turbulente Zeit mit ihnen. Durchaus amüsant geschrieben, möchten wir Euch heute unsere Top Five der Sportler-Biografien vorstellen.

RockyPlatz 5: Graciano Rocchigiani mit Rocky – Meine 15 Runden

Man kann über den Menschen Rocchigiani denken, was man will. An seinem boxerischen Vermögen und dem stetig spürbaren Kämpferherz gibt es keine Zweifel. Der Berliner eckte während und auch nach seiner Karriere oft an, dennoch war er der jüngste deutsche Profiboxweltmeister aller Zeiten. Zudem war er der letzte Kämpfer, der seinen Titel über 15 Runden errang und einer, der es mit seinem Werk verdient hat, hier in die Auswahl zu kommen.

LehmannPlatz 4: Jens Lehmann mit Die Wahrheit liegt auf dem Platz

Auch Jens Lehmann war ein Typ, der häufig angeeckt ist. Ein selbstbewusster und sehr ehrgeiziger Torhüter, der erst im letzten Drittel seiner Karriere diejenige Wertschätzung genoss, die ihm gebührte. In seinem Resümee blickt Lehmann auf eine bewegende Zeit zurück und wählt auch dabei nicht immer den einfachsten Weg. Klar und deutlich analysiert er das Leben eines Profifußballers und wird dadurch noch authentischer.

MessnerPlatz 3: Reinhold Messner mit Gobi

Es gibt kaum einen Sportler, dem man das Recht, sich literarisch zu versuchen, mehr zuspricht als Reinhold Messner. „Gobi“ steht stellvertretend für viele autobiografische Stücke, die der Erlebnisjunkie bereits auf den Markt gebracht hat. Sie alle eint der Inhalt, der stets eine absolute Abenteuerreise thematisiert und sich mit dem auseinandersetzt, was wir Menschen zu leisten im Stande sind.

BeckhamPlatz 2: David Beckham mit Mein Leben

Ende des Monats soll im UK ein neues autobiografisches Stück von David Beckham erscheinen. Sein erster Versuch liegt schon fast eine Dekade zurück. Der Brite, der es als erster Fußballer der Moderne verstand, seinen Unterhaltungswert zu nutzen, gibt in seinem Werk einen blendenden Einblick über seine Laufbahn. Sie begann als  Londoner Vorstadtkicker und endete in den größten Stadien der Welt.

AgassiPlatz 1: Andre Agassi mit Open

Andre Agassi ist der beste Beweis dafür, dass sich Sportler von Weltklasseformat trauen sollten, mal ein Werk über sich und ihre Karriere zu schreiben. Agassi hat im Tennis alles erlebt, was es zu erleben gibt. Weltranglistenplatz 1 und Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Selbst das glorreiche Comeback hat der Paradiesvogel gemeistert. Er hat selbst mal gesagt, dass er Tennis hasst und dennoch weiß er heute, wie viel er dem gelben Ball zu verdanken hat.


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