Top Five – Märchen

Vor gut zwei Wochen stellten wir an dieser Stelle eine Top Five zum Thema Vampirromane zusammen. In dieser konnte sich die bekannte Twilight-Reihe von Stephenie Meyer letztlich doch deutlich von den anderen abheben. In dieser Woche, wo wir uns mit Hilfe der tollsten Märchen aller Zeiten so richtig auf die weihnachtliche Adventszeit einstimmen wollen, ging es schon ein wenig enger zu. Gerade hierzulande scheinen die Gebrüder Grimm als absoluter Klassenprimus zu gelten. Betrachtet man die vorhandenen Stücke aber genauer, ergeben sich durchaus Alternativen, die bei Kerzenschein ein Vortragen wert sind. Wichtig anzumerken ist, dass wir bei allen Autoren dieser Topliste ein Werk auserwählt haben, welches sinnbildlich für das Gesamtwerk stehen soll.

Das kalte HerzPlatz 5: Wilhelm Hauff – Das kalte Herz

Gerade einmal 25 Jahre ist der gebürtige Schwabe Wilhelm Hauff auf dieser Erde unterwegs gewesen. Während andere erst in diesem Alter mit dem Schreiben beginnen, finden sich in seinem Werkrepertoire bereits zahlreiche beeindruckende Schriften. Neben anderen bekannten Märchen wie „Die Geschichte von Kalif Storch“ sticht insbesondere zur Weihnachtszeit auch immer „Das kalte Herz“ hervor. Peter ist bereit sein Herz für Ansehen und Reichtum erstarren zu lassen. Damit fällt er eine moralische Entscheidung, die er schnell bereuen wird.

Ali Baba und die vierzig RäuberPlatz 4: Ali Baba und die vierzig Räuber

Einen wirklichen Autor der Geschichten aus „Tausendundeiner Nacht“ können wir heute nicht mehr ausmachen. Die einzelnen Ereignisse, die von Scheherazade dem persischen König erzählt werden, um diesen von seinem eigentlichen Bestreben abzubringen, wurden über Jahrhunderte weitertradiert. „Ali Baba und die vierzig Räuber“ ist nur ein Beispiel dafür, dass dies dem Unterhaltungswert keinen Abbruch tat. Es sind die Motive einer für uns immer noch orientalischen Welt, die solche Faszination auslösen.

Nussknacker und MäusekönigPlatz 3: E. T. A. Hoffmann – Nussknacker und Mäusekönig

Man kennt Ernst Theodor Amadeus Hoffmann aufgrund vieler Errungenschaften, die ihn mit Blick auf die Romantik für ewig in die Literaturgeschichte einmeißeln. Märchen gehörten ganz sicherlich nicht zum primären Betätigungsfeld. Nichtsdestotrotz gelang ihm mit „Mäusekönig und Nussknacker“ eine Erzählung, die gerade zur Weihnachtszeit immer wieder Kinder und ganze Familien in ihren Bann ziehen kann. Im Kampf gegen den gemeinen Mäusekönig bekommt der Nussknacker Unterstützung von Marie, in deren Rolle gerne jeder Zuhörer schlüpfen möchte.

SchneewittchenPlatz 2: Gebrüder Grimm – Schneewittchen

Betrachtet man das Gesamtwerk, kann man die Bedeutung der Gebrüder Grimm für das Genre Märchen nicht leugnen. Aus ihrer Sammlung „Kinder- und Hausmärchen“ wird heute in vielen Ländern der Erde vorgelesen und erzählt. Neben „Rapunzel“, „Frau Holle“ oder „Rumpelstilzchen“ ist es vor allem die Geschichte von „Schneewittchen“, welche sich bereits in frühen Kindheitstagen in unser Gedächtnis einbrennt. Bei den sieben Zwergen findet die Vertriebene ihren vorübergehenden Platz, um letztlich zurückzukehren und die große Liebe zu finden.

Die SchneeköniginPlatz 1: Hans Christian Andersen – Die Schneekönigin

Trotzdem sind es nicht Wilhelm und Jacob Grimm, die heute die Spitzenposition bestücken, sondern der Däne Hans Christian Andersen. Auch dieser versteht es, gleich mit mehreren Erzählungen zu brillieren. In erster Linie sollten hier „Das hässliche Entlein“ oder „Däumelinchen“ genannt werden. Noch eindrucksvoller jedoch scheint mir „Die Schneekönigin“, die nicht umsonst jedes Jahr zur Weihnachtszeit im Fernsehen zu begutachten ist. Der Kampf von Kay und Gerda, das zu Eis erstarrte Herz wieder zu erwärmen, ist eine der bewegendsten Geschichten aller Zeiten.


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