Top Five – Krimi

Vor einer Woche sprachen wir an dieser Stelle von der Faszination, die Menschen für Horrorgeschichten hegen. Als besonders beeindruckend bewerteten wir das Werk „Psycho“ von Robert Bloch, das sich an die Spitze unserer Top Five setzt und somit Kultautor Stephen King in die Schranken weisen konnte. Heute widmen wir uns einem ebenfalls sehr beliebten Genre, das womöglich noch mehr Leser für sich zu begeistern versteht. Ob im Fernsehen oder der Literatur, eine Vielzahl an Menschen zeigt großes Interesse an Kriminalgeschichten. Gerne schlüpfen sie in die Rolle des ermittelnden Experten, der bei der heutigen Top Five ein ganz besonderes Exemplar abgibt. Doch auch die facettenreiche Gestaltung einzelner Bösewichte sorgt immer wieder für spannungssteigernde Momente.

Fräulein Smillas Gespür für SchneePlatz 5: Peter Høeg – Fräulein Smillas Gespür für Schnee

Skandinavische Krimiautoren gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Zur der Zeit, als Peter Høeg mit „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ brillierte, hielt sich das noch in Grenzen. Insofern darf er durchaus als Pionier angesehen werden, zahlreiche Auszeichnungen sind die richtige Wertschätzung dafür. Thema ist, wie der Titel schon erahnen lässt, das Gespür einer Dame, die den Tod eines Jungen aufklären möchte. Was von der Polizei als Unfall eingeschätzt wird, scheint für Smilla Jaspersen undenkbar, sie soll Recht behalten.

Die purpurnen FlüssePlatz 4: Jean-Christophe Grange – Die purpurnen Flüsse

Nicht zuletzt dank Jean Reno erlangten „Die purpurnen Flüsse“ von Grange Weltruhm. Allerdings verdient das Werk auch ohne seine Darstellung des Ermittlers Pierre Niémans hohe Anerkennung. Dieser wird in die abgelegene Stadt Guernon beordert. Dort muss er den Mord am Universitätsbibliothekar Rémy untersuchen, der übel zugerichtet wurde. Parallel dazu hat sich Inspektor Max Kerkerian mit Grabschändung auseinander zu setzen. Dass beide Fälle miteinander zusammenhängen, wird erst zu Ende sichtbar, ebenso die Lösung des Rätsels.

Das ParfümPlatz 3: Patrick Süskind – Das Parfüm

Nachdem in der letzten Woche kein deutscher Autor in der Top Five zu finden war, schafft es mit Patrick Süßkind in dieser Woche wieder einer. „Das Parfüm“ zählt ganz sicher zu den eindrucksvollsten Kriminalgeschichten, die je zu Papier gebracht wurden. Mehr als 15 Millionen Exemplare der Geschichte um das Geruchsgenie Jean-Baptiste Grenouille wurden verkauft. Das Warum liegt auf der Hand. Es ist die Suche nach dem besten Parfüm der Welt, der wir voller Spannung folgen. Dass die Hauptfigur dafür zum Mörder wird, unterstützt diesen Effekt.

Dr. Jekyll und Mr. HydePlatz 2: Robert Louis Stevenson – Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Es ist das Gesamtwerk des Gewinners, was dem Sieg von Stevenson im Weg stand. „Dr Jekyll und Mr. Hyde“ allein aber hätte den Sieg in jedem Fall verdient gehabt. Die größte Verwandlungsgeschichte der Literaturhistorie besticht mit einer Spannung, die erst am Ende gelöst wird. Wo ist der angesehene Dr. Jekyll und wer ist dieser Mr. Hyde, der seit Neustem bei ihm ein- und ausgeht? Diese Fragen beschäftigen nicht nur die Gesellschaft, sie stellen sich auch dem Leser, der verzweifelt nach Antworten sucht und dabei die Identitäten durchaus auch einmal durcheinander bringen kann.

Der Hund der BaskervillesPlatz 1: Arthur Conan Doyle – Der Hund der Baskervilles

Es kann für eine Top Five zum Thema Krimi letztlich keinen anderen Gewinner geben als Sir Arthur Ignatius Conan Doyle. Seine zahlreichen Geschichten von Detektiv Sherlock Holmes und seinem Gehilfen Dr. Watson genießen einen Ruhm, der seinesgleichen sucht. Eine der herausragendsten ist „Der Hund der Baskervilles“, in welcher sich der berühmteste Ermittler aller Zeiten ins abgelegene Dartmoor begibt, um den mysteriösen Begebenheiten auf die Schliche zu kommen. Dabei gebraucht er einmal mehr sein unnachahmliches Gespür und die eine oder andere ungewöhnliche Methode.

 


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