Top Five – Jussi Adler-Olsen

Kaum ein Autor konnte im vergangenen Jahr solch großes Aufsehen erregen wie der Däne Jussi Adler-Olsen, dessen erschienene Werke bisher allesamt die Bestsellerspitzen durchwirbelten. Vor allem die Geschichten um seinen Ermittler Carl Mørck vom Sonderdezernat Q haben es den Lesern angetan. Doch auch diejenigen Werke, die ein anderes Konstrukt als Grundlage nutzen, wirken unterhaltsam. Ende des Monats möchte der skandinavische Kultautor mit Das Washington Dekret die USA in den Ausnahmezustand versetzen. Bis dahin schauen wir doch mal auf die bisherigen Veröffentlichungen, die Grund genug sind, Jussi Adler-Olsen eine eigene Top Five zu widmen.

Adler Olsen Schändung 192x300 Top Five – Jussi Adler OlsenPlatz 5: „Schändung“

Persönlich war ich vom zweiten Band der Carl-Mørck-Reihe ein wenig enttäuscht. Zwar hat die Geschichte „Schändung“ um die zwei brutal zugerichteten Geschwisterleichen sicherlich ihren Reiz. Die Ermittlungskette, die den Hauptakteur und seinen Assistenten Assad aber bis an die äußeren Grenzen der Gesellschaft führt, scheint nicht immer schlüssig. Unterhaltsam ist es alles in allem aber trotzdem.

Adler Olsen Erlösung 192x300 Top Five – Jussi Adler OlsenPlatz 4: „Erlösung“

Der dritte Band „Erlösung“ verstand es dann schon eher, wieder Eindruck zu machen. Turbulent geht es nach dem Fund der mysteriösen Flaschenpost in jedem Fall zu. Nachdem Mørck oder besser gesagt Assad die verschlüsselte Botschaft entziffern kann, gelangen die Ermittler auf die grausige Spur zweier vermisster Jungen, deren Eltern aus irgendeinem Grund nie nach ihnen gesucht haben.

Adler Olsen Erbarmen 188x300 Top Five – Jussi Adler OlsenPlatz 3: „Erbarmen“

Richtig klasse war das Debüt „Erbarmen“. Dort traf der Leser auf einen für ihn noch unbekannten Ermittler Carl Mørck, der von der ersten Zeile an die Sympathien auf seiner Seite hatte. Merete wird verschleppt und eingesperrt. Ihr weiterer Werdegang wird uns lange nicht verraten. So beginnt die Suche des Kopenhagener Sonderdezernats Q bei einer Fährüberfahrt von Rødby nach Puttgarden im Jahr 2002.

Adler Olsen Das Alphabethaus 192x300 Top Five – Jussi Adler OlsenPlatz 2: „Das Alphabethaus“

Im vergangenen Jahr bekamen Fans des Dänen auch mal etwas anderes als den konfusen Carl Mørck vorgesetzt. In „Das Alphabethaus“ versuchte sich Adler-Olsen mit einem politisch brisanten Stück, mit Erfolg wohlgemerkt. Das Schicksal führt zwei britische Piloten während des Zweiten Weltkrieges ins nationalsozialistische Feindgebiet. Die Tarnung als geistig-geschädigte SS-Generäle rettet ihnen auf den ersten Blick das Leben.

Adler Olsen Verachtung 192x300 Top Five – Jussi Adler OlsenPlatz 1: „Verachtung“

Das bisher letzte Abenteuer von Carl Mørck war auch sein bisher eindrucksvollstes. In „Verachtung“ dreht sich alles um Nete Hermansen, die einst ein grausames Schicksal ereilte und die nun verantwortlich für das Sterben ihrer Peiniger ist. Die Spannung jedoch besteht darin, dass der Leser das entscheidende Verbindungsstück erst nach und nach geliefert bekommt – der perfekte Thriller.


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