Top Five – Dramen

In der letzten Woche stand unsere Top Five ganz im Zeichen der Liebe, wobei sich die Britin Jane Austen als brillante Schriftstellerin die Spitzenposition verdiente. Einen Landsmann von ihr haben einige in dieser Liste vermisst. Den Grund dafür liefert unsere heutige Top Five, die den größten Dramen der Literaturgeschichte gedenken soll. Zu diesen gehören natürlich auch die Werke des William Shakespeare, der sich heute in einer Auswahl der berühmtesten Stücke aller Zeiten in munterer Gesellschaft von anderen bedeutenden Autoren wiederfindet.

Schiller - Die RäuberPlatz 5: Friedrich Schiller – Die Räuber

Wenn man heutzutage in der Schule von der Weimarer Klassik spricht, fallen einem immer zwei Autoren ganz besonders ins Augenmerk. Einer von ihnen ist Friedrich Schiller, der mit „Die Räuber“ sein wohl größtes Werk verfasste. Die Familientragödie um den Grafen Maximilian von Moor und seine beiden Söhne Karl und Franz zeigte seinerzeit eine politische Tiefe, die nichts Vergleichbares zulässt. Auf der Suche nach den eigenen Wünschen stoßen Haupt- und Nebencharaktere vermehrt an ihre individuellen Grenzen.

Beckett - Warten auf GodotPlatz 4: Samuel Beckett – Warten auf Godot

In den letzten Jahren schrieb ein Mann namens Beckett große literarische Schlagzeilen. Das Werk des einstigen Nobelpreisträgers Samuel Beckett liegt aber bereits einige Jahrzehnte zurück. Noch heute legendär ist sein Stück „Warten auf Godot“. Das lange, unnachgiebige Verweilen des Titelhelden scheint zugegeben ein wenig verwirrend. Während seines Wartens, bei dem nie so richtig klar wird, warum er es tut, führt Godot eigenartige Dialoge. Diese aber tragen das Stück letztlich zu dem, was es ausmacht – Die Darstellung des Absurden.

Puzo - Der PatePlatz 3: Mario Puzo – Der Pate

Man mag sich fragen, was ein Mario Puzo in dieser Liste tut. Betrachtet man seine Werke aber genauer, rechtfertigt sich die Einstufung zum größten Dramatiker, den Italien je hervorbringen konnte. Dass es sich bei „Der Pate“ letztlich um ein Drama der Moderne handelt, tut der Wertschätzung letztlich keinen Abbruch. Beeindruckend inszeniert zeigt Puzo den Aufstieg und späteren Fall des Mafiabosses Corleone, der Zeit seines Lebens stets das geblieben ist, was er immer war – Ein Mann mit Angeboten, die man nicht ablehnen kann.

Goethe - FaustPlatz 2: Johann Wolfgang von Goethe – Faust

Der ewige Konkurrent und dennoch Mitstreiter Schillers war Goethe. Gesamtgesehen konnte er seinen Zeitgenossen übertrumpfen. Wenngleich er sich persönlich für die scharfe Trennung von Drama und Tragödie einsetzte, ist es sein tragisches Stück „Faust“, das als größtes deutsches Drama angesehen werden muss. Die Suche des Gelehrten Dr. Faustus nach dem Sinn des Lebens, der unmoralische Pakt mit Mephistoteles und das bewegende Schicksal Gretchens bilden für immer das wichtigste Werk unserer Geschichte.

Shakespeare - HamletPlatz 1: William Shakespeare – Hamlet

Eingangs ist die große Bedeutung von William Shakespeare für die Gattung Drama bereits deutlich geworden. Die Besetzung der Spitzenposition wirkt so keinesfalls unerwartet. Man könnte auch eine gesamte Top Five mit seinen Werken füllen und würde dieser Rangliste in nichts nachstehen. So beeindruckend „Romeo und Julia“ oder auch „Macbeth“ waren, das größte Stück des Briten ist die Geschichte um den dänischen Prinzen „Hamlet“. Es ist die Wahrheit, die er versucht zu finden und die Rache, die „Sein und Nichtsein“ in Einklang bringt.


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