Thomas Hobbes – mehr als nur ein großer Denker

Stellen Sie sich mal vor, Sie würden tagtäglich ohne technische Neuerungen auskommen müssen. Das wäre fatal, oder? Gar undenkbar, wenn wir beachten, wie Internet und Co. unseren Lebensalltag nicht nur begleiten, sondern sogar beeinflussen. Zu meinen, es wäre kein Problem, ist ein grenzenloser Optimismus, der mit der Realität leider gar nichts mehr zu tun hat. So ein Urzustand wäre aber noch mehr als allein das Fernbleiben modernster Technik, es wäre auch ein Leben ohne Regeln und menschliche Moral, ohne Normen und geordnetes Miteinander.

So einen Zustand hat der britische Philosoph Thomas Hobbes in seinem „Leviathan“ fiktional aufgebaut. Zugegeben, in Hobbes Wirkungszeit, dem 17. Jahrhundert, gab es einige Krisen, mit denen sich Großbritannien konfrontiert sah, einem Urzustand glich es aber bei Weitem nicht. Einer, der sich wirklich mit Thomas Hobbes auskennt, ist der Berliner Professor Herfried Münkler, der selbst über die deutschen Grenzen hinweg einen hohen Status genießt. Der Philosophieexperte machte in den vergangenen Jahren unter anderem mit Arbeiten zu Machiavelli und eigenen philosophischen Aufsätzen auf sich aufmerksam. Klar, dass Münklers Ausführung somit zur absolut wissenschaftlich korrekten Einführung wird. „Thomas Hobbes“ zeigt die Auseinandersetzung eines Mannes, der sich selbst seine Meinung gebildet hat und alles andere als populärwissenschaftliche Meinungen vertritt. Wie bei Machiavelli zeigt Münkler das gesamte Konstrukt Thomas Hobbes, sein Denken und die komplette Staatsideologie, in der es um mehr geht als den bloßen „bellum omnium contra omnes“, einem Krieg jeder gegen jeden.


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