Tagsüber Chirurg – nachts der Augenjäger

Das wirklich Sonderbare am menschlichen Wesen ist der Aspekt, dass wir nie genau sicher sein können, was in einem anderen vorgeht. Wir meinen die Personen bestens zu kennen, ihre Stärken und Schwächen, ihre Tugenden und ihre Laster, doch letztlich hat niemand auch nur annähernd ein Verständnis davon, wie ein anderer tickt. Schon gar nicht wissen wir, was in  Psychopathen vorgeht. Würden wir es tun, wären sie vermutlich keine, zumindest hätten sie nicht solch zahlreiche Möglichkeiten, ihre kranken Gedanken auszuleben. Sebastian Fitzek spricht in seinem neuesten Psychothriller „Der Augenjäger“ von einem solchen Individuum. Am Tage ist Dr. Suker ein Chirurg und bei weitem kein schlechter. Hat er den Kittel aber erst einmal abgelegt, zeigt er seine wahre Kunst.

Genau genommen ist Dr. Suker nicht irgendein Chirurg. Nein, seine Paradedisziplin sind die Augen. Er gehört zu den Besten seiner Zunft. Doch welch Ansehen er seiner Meinung nach eigentlich verdient, darüber ist die Masse nicht informiert. Dr. Suker operiert nämlich auch nachts. Nachdem er Frauen die Augenlider entfernt hat, vergewaltigt er sie. Das Töten überlässt er ihnen dann jedoch selbst. Alle seine bisherigen Opfer haben in der Folge Selbstmord begangen. Die Einzige, die ihm entgegentreten kann, ist die Physiotherapeutin Alina Gregoriev, die Fitzek-Fans schon aus „Der Augensammler“ kennen dürften. Auf der Suche nach Beweisen, die von der Polizei bisher vergeblich gesucht wurden, gerät Alina selbst in Gefahr. Denn eines ist klar, das Skalpell des Chirurgen ist so lange scharf, bis einer ihm das Handwerk legt.


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    30.09.2011
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