Bevor Angela Merkel die Geschicke unseres Landes und letztlich auch die europäischen übernahm, war es um Frauen innerhalb der politischen Spitzenpositionen eher etwas rar. Damen wie Margaret Thatcher bildeten tendenziell eher die Ausnahme, es schien eine Art Männermonopol. Trotzdem aber spielten auch die Frauen in der politischen Führungsetage eine entscheidende Rolle, wenngleich sie es an der Seite ihrer Männer eher aus dem Hintergrund heraus taten. Man denke dabei nur mal an Loki Schmidt oder eben Raissa Gorbatschowa, die verstorbene Frau des ehemaligen Präsidenten der Sowjetunion und Friedensnobelpreisträgers Michail Gorbatschow. Dieser widmet sich in seinem neuen Werk „Alles zu seiner Zeit“ vor allem der Frau an seiner Seite – es ist sein bisher persönlichstes Schriftstück.
Gerade erst hat Italien versucht bei einer traditionell unübersichtlichen Wahl eine neue Regierungsspitze zu wählen. Peer Steinbrück hat diese Selektion mit Argwohn beobachtet und ist bei seiner Einschätzung einmal mehr ins Fettnäpfchen getreten. Der SPD-Spitzenkandidat für die diesjährige Bundestagswahl scheint bei seinen Äußerungen nicht immer die Etikette zu wahren, sagt aber zumindest klar und deutlich, was er denkt. Dies hat nun auch ein bekennender Anhänger der anderen großen Partei getan, die sich bei der nächsten großen Wahl berechtigte Chancen ausrechnen darf. Frank Schirrmacher galt schon zu Zeiten der Ära Kohl als ein Befürworter der Christlich-Sozialen. Umso erstaunlicher wirkt nun sein sehr linksgerichtetes Buch „Ego“, das seit einigen Wochen in aller Munde diskutiert wird.
Schon vor dem 22. Mai 2012 drucken die Zeitungen in fetten roten Lettern provozierende Zitate des vermeintlich diabolischen Manifests der Euro-Debatte „Europa braucht den Euro nicht“. Seine letzten Ausführungen bezüglich der deutschen Migrationspolitik erzeugte nicht nur in Deutschland große Aufregung. Thilo Sarrazin ist wie der Daniel Kübelböck der politischen Debatten, denn auch er polarisiert wie [...]
Politikfilme sollten eines tun, sie sollten berühren und vor allem zum Nachdenken anregen. Genau das schafft „Die vierte Macht“, der am Donnerstag auf den Kinoleinwänden des Landes zu sehen sein wird. Unter der Regie von Dennis Gansel, der unter anderem „Die Welle“ in seiner Vita zu stehen hat, ist es vor allem der charismatische Moritz Bleibtreu, auch schon aus dem Politikthriller „Der Baader Meinhof Komplex“ bekannt, der einen Kinobesuch rechtfertigt. Dies schafft aber auch eine zeitnahe und durchgängig authentisch wirkende Handlungsszenerie, die den einen oder anderen in die Irre treiben wird.
Margaret Thatcher ist eine außergewöhnliche Person, sie war eine beeindruckende Politikerin. Eine, die sich in einer zumeist von Männern diktierten Gesellschaft nichts sagen lassen wollte und die als britische Premierministerin in den 80er-Jahren europäische Politikgeschichte schrieb. Ihr Leben schien für Hollywood letztlich so eindrucksvoll, dass man mit „Die Eiserne Lady“ eben jener Margaret Thatcher eine Hommage widmete. In dieser Woche kommt der bereits mehrfach prämierte Film auch hierzulande in die Kinos, insbesondere die zwei Oscars am vergangenen Wochenende geben einen kleinen Ausblick auf die Qualität des Films.
Zumindest vorrübergehend wird der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff wohl nicht mehr auf der politischen Bühne zu finden sein. Er wird sich vergangenen Tagen widmen und sich für vergangene Taten rechtfertigen müssen, die ihn letztlich zum Bundespräsidenten mit der kürzesten Amtszeit in der deutschen Politikgeschichte haben werden lassen. Der junge Wulff, der so anders wirkte als viele seine Vorgänger, so vital und so charismatisch, hat sich am vergangenen Freitag nach langem Druck dazu entschlossen, von seinem Amt zurückzutreten. Der letzte entscheidende Tropfen dürfte der Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover gewesen sein, die öffentlich die Aufhebung seiner Immunität forderte.
Es ist nie einfach über Menschen zu schreiben, die uns einige Tage zuvor verlassen haben. Schon gar nicht, wenn sie wie Christa Wolf so im kulturellen Rampenlicht standen und so viele Menschen in ihrer Meinung beeinflusst haben. Christa Wolf verstarb Anfang Dezember im Alter von 82 Jahren und hinterlässt so eine Lücke, die sie bis zu ihrem Tod in der Literatur auf beeindruckende Art und Weise ausfüllte. Wolf ist die Autorin, die wir ewig mit ihrer Erzählung „Der geteilte Himmel“ in Erinnerung behalten, die wir mit zahlreichen Auszeichnungen wie dem Heinrich-Mann-Preis, dem Georg-Büchner-Preis oder dem Nelly-Sachs-Preis in Verbindung bringen und an deren politisches Engagement wir ewig denken werden.
Seien wir mal ganz ehrlich, politisch gesehen gehört Deutschland zumindest in Europa zu den absoluten Führungsmitgliedern. Charismatisch gesehen aber stecken die politischen Oberhäupter um einiges hinter der Konkurrenz fest. Es gibt einige wenige Ausnahmen, doch Leute vom Kaliber der vergangenen Regierungstage eines Helmut Kohl oder eines Herrn Schmidt gehören der Vergangenheit an. Bei Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg keimte diese Hoffnung wieder auf. Imposant war sein Aufstieg, umso schneller ging die Kurve aber auch wieder nach unten. Nach der Anfang des Jahres aufgekommenen Plagiatsaffäre trat er weitgehend aus dem Fokus der Öffentlichkeit heraus. Nun peilt er mit „Vorerst gescheitert“ die Rückkehr auf die ganz große Bühne an.
Zehn Monate des Jahres 2011 sind nun über das Land gezogen und wenn wir zurück auf die vergangenen Tage blicken, erkennen wir ein turbulentes Jahr, das uns viele beeindruckende Bilder hinterlassen hat. Der heutige Buchtipp ist ein wahrer Klassiker, denn „Das Jahr im Bild 2011“ ist bereits der 53. Jahrgang, der ein Jahr mit Bildern zu dokumentieren versucht. Auf 160 Seiten werden alle Bereiche des Lebens abgelichtet und so finden sich im Werk tolle Momentaufnahmen aus Politik, Film, Musik und Sport. Was hat die Deutschen bewegt, was nehmen sie aus 2011 mit und welche Erinnerungen verbinden wir auch in Jahrzehnten noch mit dem Jahr 2011?
Schachspielen ist eine wirklich interessante Sache. Sie erfordert Kalkül, Nachdenken und in dem Sinne Intelligenz, dass man sich in seinen Gegner hineinversetzen kann. Schach ist ein Geduldsspiel, das keine unüberlegten Züge verlangt, sondern ein Spielen mit Taktik, gelegentlich gespickt mit etwas Risiko. Jeder Zug kann schwere Folgen haben. Der Gegner wartet nur darauf, dass man einen Fehler macht. Es ist ganz ähnlich der Politik, in der es auch um Geduld und um folgenschwere Entscheidungen geht. So erscheint die Tatsache, dass Helmut Schmidt und Peer Steinbrück, zwei Sozialdemokraten unterschiedlicher Epochen, sich gelegentlich zum Schachspielen treffen, nicht einmal paradox. Beide verstehen sich gut, haben gleiche Interessen und sprechen im heutigen Buchtipp über die Probleme der gegenwärtigen Politik.
Audio-Gewinnspiel zur Frankfurter Buchmesse Tag 10: Ganz sicher sind die Hungerspiele im Fantasy-Werk „Die Tribu... http://t.co/DyPWO5PT
Filmtipp: Abraham Lincoln – Vampirjäger: Es ist ein wahnsinnig große Bürde mit dem Amt des US-amerikanischen Prä... http://t.co/xS8fbVYP
Heute startet das 4-teilige Historiendrama "Die Säulen der Erde" um 20:15 auf SAT.1, basierend auf dem Bestseller... http://t.co/mVwKrcBw
Audio-Gewinnspiel zur Frankfurter Buchmesse Tag 9: Ganz schön bewegend, wie aufopferungsvoll Harold Fry sich que... http://t.co/t9Nq6B08
Ursula Krechel gewinnt mit „Landgericht“ den Deutschen Buchpreis 2012: Am gestrigen Abend begrüßte Prof. Dr. Got... http://t.co/rPHSLNYu
Besitzt ihr eigentlich Bücher, die euch so gut gefallen haben, dass ihr sie gleich ein zweites oder sogar ein drittes mal gelesen habt?
Elias Canetti – Die Stimmen von Marrakesch: Viele Menschen lieben es Geschichten und Eindrücke aus Regionen zu h... http://t.co/3XxlByuQ
Das Warten hat ein Ende - soeben wurde der begehrte Deutsche Buchpreis 2012 vergeben.
Wir gratulieren Ursula... http://t.co/TAP1p4RW
Heute Abend ab 18:00 Uhr findet die Preisverleihung des Deutschen Buchpreis 2012 statt. Hier könnt Ihr dieses... http://t.co/fgEqjBo4
Audio-Gewinnspiel zur Frankfurter Buchmesse Tag 8: Drei Tage lang haben wir nach den teilweise sehr bildlichen E... http://t.co/saQ1hfxP