Es ist definitiv eine Gabe, mit Worten Menschen berühren zu können und womöglich war ihre Schauspielausbildung nicht unbedingt hinderlich für Krimiautorin Tana French. Die gebürtige US-Amerikanerin, die es zwischenzeitlich unter anderem auch nach Italien und Malawi verschlagen hat, ist seit knapp zwei Dekaden in Dublin beheimatet. Dort schreibt sie Geschichten, die Millionen Leser faszinieren. Es mag ihr durchaus eine Hilfe sein, dass sie auf der Bühne gelernt hat, wie Menschen auf gewisse Szenarien reagieren. Schon ihr Debütroman „Grabesgrün“ schaffte es an die Spitze der Bestsellerlisten und einen Edgar Allan Poe Award bekommt auch nicht gerade jeder verliehen.
Was versetzt den Menschen in große Angst? Im Wahren sind es doch nicht die grausamen Morde, von denen jeden Tag berichtet wird, es sind nicht die Naturkatastrophen oder terroristische Anschläge. Natürlich bereiten uns auch diese Dinge einen großen Schrecken, doch die wahre Furcht befindet sich in jedem selbst. Jeder Mensch hat seine Geheimnisse und von denen, die wirklich nur uns etwas angehen, wollen wir nichts an die Oberfläche sickern lassen. Klar, dass Beobachter oder im extremen Fall Stalker mit zur größten Bedrohung jedes Menschen werden. Sie beobachten uns und unsere Eigenarten, wissen durch genaues Hinsehen alles über uns. Charlotte Link begutachtet in ihrem neuen Thriller so einen Beobachter, schürt die Angst und führt ihn selbst in die Irre.
Einige Autoren schaffen es mit aktuellen Themen für Aufsehen zu sorgen, sie sprechen eben Dinge an, die momentan die Menschen interessieren. Deshalb werden ihre Werke gekauft und sie erlangen Bestsellerstatus. Andere wiederum bestechen mit historischen Romanen wie Umberto Eco, der mit seinem Welterfolg „Der Name der Rose“ für alle Ewigkeiten sein Denkmal in die Kulturgeschichte gemeißelt hat. Unvergesslich ist die Verfilmung mit Hollywoodstar Sean Connery, welcher auf beeindruckende Art und Weise eine Mordserie aufzuklären versucht. Auch im heutigen Buchtipp, einer weiteren historischen Meistergeschichte aus der Feder Ecos, geht es um ein Mysterium mit tiefreichender Bedeutung.
Das wirklich Sonderbare am menschlichen Wesen ist der Aspekt, dass wir nie genau sicher sein können, was in einem anderen vorgeht. Wir meinen die Personen bestens zu kennen, ihre Stärken und Schwächen, ihre Tugenden und ihre Laster, doch letztlich hat niemand auch nur annähernd einen Plan davon, wie ein anderer tickt. Schon gar nicht wissen wir, wie Psychopathen ticken. Würden wir es tun, wären sie vermutlich keine, zumindest hätten sie nicht solch zahlreiche Möglichkeiten, ihre kranken Gedanken auszuleben. Sebastian Fitzek spricht in seinem neuesten Psychothriller „Der Augenjäger“ von einem solchen Individuum. Am Tage ist Dr. Suker ein Chirurg und bei weitem kein schlechter. Hat er den Kittel aber erst einmal abgelegt, zeigt er seine wahre Kunst.
Ein echter John Grisham-Roman schafft es wie kein anderer, den Leser in das Geschehen zu integrieren, ihn zu fesseln und solange festzuhalten, bis auch die letzte Seite umgewälzt wurde. Was einen John Grisham ausmacht, liegt auf der Hand. Es ist seine unnachahmliche Art, Spannung aufzubauen. Spannung, die es zur Unmöglichkeit werden lässt, das Buch wegzulegen. So ist es auch beim heutigen Buchtipp, seinem Roman „Das Geständnis“, mit dem ganz nebenbei ein Mord aufgedeckt wird, für dessen Ausübung ein vermeintlich Schuldiger in vier Tagen die Todesstrafe erhalten soll. Gestaltet nach typischer John Grisham-Manier wird das Werk so nicht nur zum unglaublichen Wettlauf gegen die Zeit, sondern auch zu einem Thriller, den man sich definitiv mal vor die Augen führen sollte.
Im Taunus ist es wirklich idyllisch. Umgeben von Natur fühlt man sich wohl und alles könnte so schön sein, wenn da nicht manchmal Augenblicke wären, deren Zweck für das Leben nicht so ganz ersichtlich scheint. Autorin Nele Neuhaus kommt selbst aus dem westfälischen Raum, vielleicht ist das der Hauptgrund, warum ihre zahlreichen Kriminalromane im Taunus spielen, vielleicht will sie ihrer Heimat aber auch einfach etwas mehr Ruhm verleihen. Dass dieses Vorhaben fruchtet, lässt sich kaum widerlegen. Schließlich wurden Neuhaus´ Krimis schon in mehr als 14 Sprachen übersetzt. Dass das auch mit ihrem neusten Werk „Wer Wind sät“ passiert, zweifelt eigentlich niemand an, denn irgendwas muss in ihren Romanen stecken, dass sich Neuhaus mit wirklich jeder Geschichte in die Leserherzen schreibt.
Zugegeben, regionale Thriller, die in kleineren Regionen eines Landes spielen, sind schon etwas ganz Besonderes. Woran das liegt? Darüber kann man nur spekulieren. Vielleicht ist es die Nähe, die uns das Geschehen vermittelt, vielleicht die Glaubwürdigkeit, vielleicht auch etwas ganz anderes. Altusried im Allgäu ist so eine Art kleinere Region, eine Mark im Oberallgäu, in der sich schon so manch brisanter Fall des Autorengespanns Klüpfel und Kobr abgespielt hat. Schon jetzt eine kleine Legende ist ihr Hauptprotagonist Kommissar Kluftinger, der den einen oder anderen Fall mit seinem ganz eigenwillig gestrickten Charakter noch mehr zu etwas Besonderem macht, so auch in „Schutzpatron“.
Es gibt Berufe, über die es in unserer Gesellschaft ein gewisses Bild gibt. Nicht selten ist dieses Bild aber nicht annähernd die Reflexion der wirklichen Tätigkeit. Die Rechtsmedizin ist exakt so ein Beruf, der uns vor allem durch die Medien häufig in einem Licht dargestellt wird, das vielleicht nach Hollywood passt, aber nicht die Wahrheit derjenigen Säle darstellt, in denen sich Mediziner wirklich an die Toten heranwagen. Um mit Vorurteilen aufzuräumen, sich gegen CSI und Co. zu wehren und den Menschen die Wahrheit nahezubringen, hat Michael Tsokos, ein Berliner Rechtsmediziner, sich in literarische Gefilde begeben. Dort hat er mit „Der Totenleser“ nun bereits sein zweites Werk veröffentlicht und mich längst in den Bann gezogen.
Psychothriller haben eine ganz besondere Eigenschaft, sie können eine wirklich mysteriöse Umgebung erzeugen. Das tun sie in der Regel ab der ersten Seite und selbst im Verlauf lässt sich diese Aura nicht zerstören. Die Kunst des Autors besteht darin, ein Konstrukt zu entwerfen, das es dem Leser nicht ermöglicht, schnell hinter die eigentliche Handlung zu steigen, beziehungsweise die Charakterzüge des Psychopathen und der sonstigen Beteiligten zu erkennen.
Gut zwei Wochen sind es noch, bis der Spruch „Süßes oder Saures“ mal wieder an den unzähligen Türen der Bundesrepublik aus dem Kindermund herausposaunt wird. Es ist die Zeit, in der die Kürbisse wieder zur Hauptdekoration florieren und auch die Zeit, in der sich wieder Unmengen an Gruselgeschichten in den Vordergrund spielen. Auch bei uns verdient sich Halloween eine ganz genaue Beobachtung, haben wir doch zu Ehren von Frankenstein und Co. eine ganz besonders gruselige Top5 zusammengestellt. Schon die Auslese zum Thema Psychothriller sorgte für großes Entsetzen, die Halloween-Reihe wird dies noch einmal steigern.
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Besitzt ihr eigentlich Bücher, die euch so gut gefallen haben, dass ihr sie gleich ein zweites oder sogar ein drittes mal gelesen habt?
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Das Warten hat ein Ende - soeben wurde der begehrte Deutsche Buchpreis 2012 vergeben.
Wir gratulieren Ursula... http://t.co/TAP1p4RW
Heute Abend ab 18:00 Uhr findet die Preisverleihung des Deutschen Buchpreis 2012 statt. Hier könnt Ihr dieses... http://t.co/fgEqjBo4
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