Ein wesentlicher Bestandteil der Literaturgeschichte ist darin zu sehen, dass einige große Werke erst nach dem Ableben ihres Schriftstellers in den öffentlichen Fokus gerückt, sie womöglich erst Jahre nach seinem Tod verstanden werden. Der US-Amerikaner Francis Scott Key Fitzgerald beispielsweise wird heute als einer der größten Literaten seines Kontinents gefeiert. Sein 1925 erscheinender Roman „Der große Gatsby“ konnte zu seinen Lebzeiten aber nur geringe Verkaufszahlen erreichen. Heute wird er allein in den Staaten jedes Jahr rund eine halbe Million Mal verkauft. Grund genug, dass sich Regisseur Baz Luhrmann nun daran versucht hat, den literarischen Stoff für das Kinojahr 2013 neu zu verpacken.
Offenheit heißt das Losungswort, wenn es darum geht, sich auf etwas einzulassen, was in einer anderen Form schon einmal in der Vergangenheit für Furore sorgen konnte. Insbesondere bei Fernsehserien und Filmen ist das immer eine absolute Mammutaufgabe, nicht nur für die Macher, sondern letztlich auch für die Zuschauer. Im Bereich Science Fiction ist es aber genau betrachtet nicht einmal so abwegig, ältere Geschichten irgendwie neu aufzulegen, die Möglichkeiten wachsen eben immer weiter. Seit 1966 zog die Crew des Raumschiff Enterprise mit ihren Abenteuern Millionen Zuschauer vor die Fernsehapparate und auch zehn Mal in den Kinosaal. Als sich Regisseur J. J. Abrams 2009 dazu aufschwang, „Star Trek“ neu und modern auf die Leinwand zu bringen, brach eine neue Ära der Reihe an. Mit dem diese Woche in den Kinos erscheinenden „Star Trek Into Darkness“ setzt er noch größere Maßstäbe.
So richtig verwundern kann einen die Tatsache, dass sich ein Fernsehunternehmen gegen eventuelle Ablehnung seitens der Zuschauer absichern möchte, eigentlich nicht. Schon gar nicht im Fall der „Sons of Anarchy“, dessen Rechte sich die ProSiebenSat.1 Media Group sichern konnte. Um leichte Kost handelt es sich bei den Geschichten nur wirklich nicht. Zu hart sind die Jungs, die da auf ihren Höllenöfen über die Straßen fahren, zu dunkel die Abgründe aus Kriminalität, Gewalt und Betrug, die sich bei jeder Folge auftun. Dass man zunächst einen Testlauf auf der Videoplattform MyVideo durchführte, überrascht keinesfalls. Irgendwie gilt das aber auch für die rege Aufmerksamkeit, die fortan zahlreiche Zuschauer vor die Bildschirme zog.
Als aus dem Hause Marvel im vergangenen Jahr „The Avengers“ die Kinoleinwand eroberten, bekamen Fans der einzelnen Comichelden ein komplettes Superheldenensemble geliefert. Neben dem unglaublichen Hulk traten da auch Thor inklusive Götterhammer, Captain America und Iron Man auf die große Bühne. Genau genommen hat es eine Fortsetzung eines Superheldenfilms nie leicht. Sie muss den Vorgänger toppen, noch mehr Action und gelegentlich auch Tiefe bieten. Wenn man dann aber auch noch vorab einen Film auf die Leinwand bringt, bei dem es nicht um einen, sondern gleich um viele Superhelden geht, ist das doppelt schwer. Insofern musste Regisseur Shane Black bei dem Ende dieser Woche im Kino erscheinenden „Iron Man 3“ einmal so richtig einen auspacken.
Das Kino zählt mittlerweile zu den zentralen Bestandteilen des gesellschaftlichen Lebens. Filme jeglicher Art dienen unserer Freizeitunterhaltung, der Vermittlung von Werten und sind nicht selten Thema des öffentlichen Diskurses. Ende des vergangenen Jahres fungierten die Lichtspielhäuser zur Plattform für eine eindrucksvolle Abenteuergeschichte, die der kanadische Weltenbummler Yann Martel bereits Anfang des Jahrhunderts in literarischer Form vorlegte. Martel konnte für sein Werk „Life of Pi“ internationale Preise einheimsen. Die Verfilmung „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ von Regisseur Ang Lee machte es ihm nach und gewann unter anderem Ende Februar vier Oscars. Damit war man mal eben der am meisten ausgezeichnete Film des Jahres. Seit letzter Woche gibt ist diesen nun endlich auch für das Heimkino.
Psychothriller können auf der Leinwand genau genommen nur funktionieren, wenn sie eine realistische Geschichte erzählen. Eine, die nicht so abgedreht ist, dass der Zuschauer sich nicht in das Szenario hineinversetzen kann, weil es einfach zu absurd erscheint. Ein derartiger Film benötigt gewisse Momente, die das Gesamte tragen und großartige Schauspieler, die den Rollen, für die sie gecastet wurden, gerecht werden können. Bei „Side Effects“ von Steven Soderbergh fließen diese notwendigen Bestandteile zusammen. Es sind unter anderem Jude Law, Channing Tatum und Catherine Zeta-Jones, die der vermutlich letzten Arbeit des Erfolgsregisseurs ein ordentliches Gesamtfazit ermöglichen.
Das Mittelalter wird in der heutigen Zeit oftmals als sehr dunkle Zeit charakterisiert. Hexenverbrennungen und Armut, Folter und blinder Gehorsam scheinen die primären Eigenschaften, die man heute mit der Epoche in Verbindung setzt. Die Errungenschaften dieser Menschheitsphase werden eher kritisch bewertet. Da ist es doch auch ein wahrer Segen, wenn Fernsehserien wie „Game of Thrones“ für ein wenig Helligkeit in Bezug auf das Mittelalter sorgen und es für den Zuschauer des 21. Jahrhundert direkt auf den Bildschirm projizieren. Natürlich aber macht auch die filmische Ausgestaltung keinen Halt vor den dunklen menschlichen Abgründen, vor Lug und Trug, Verrat und Skrupellosigkeit.
Gewöhnlich geht es bei Krimiserien im deutschen Fernsehen ja häufig um spektakuläre Fälle von sehr charismatischen Ermittlern. Die Arbeit der Polizei, die Suche nach einem Täter und gelegentlich auch das folgende Strafverfahren schaffen es, den Zuschauer mit spannenden Erwartungen an den Fernsehbildschirm zu fesseln. Dass das auch durchaus auf andere Art und Weise möglich ist, beweist derzeit das ZDF, das im Sonntagabendprogramm auf die Erzählungen von Strafverteidiger und Bestsellerautor Ferdinand von Schirach setzt. Mit den jeweils zwei Folgen á 45 Minuten gelingt es ihnen, mit wahren Fällen der Reihe „Verbrechen“ ordentlich Eindruck zu hinterlassen.
Lange hat es im Kino keinen politischen Thriller mehr gegeben, dem es gelang, die Zuschauer dank eines fesselnden Wirrwarrs stundenlang in den Sitz zu pressen. Zuletzt erreichte vielleicht die filmische Adaption von Robert Harris´ „Ghost“ diesen Status. Nun erscheint am Donnerstag ein neuer Streifen auf der Leinwand. Einer, der in die Tradition des packenden Politthrillers einsteigen könnte und einer, der aufgrund seiner Besetzung bereits die Kinokarte wert ist. „Broken City“ erzählt die Geschichte des New Yorker Ex-Cops Billy Taggart, der scheinbar zufällig zwischen die Fronten des Wahlkamps zweier skrupelloser Bürgermeister-Kandidaten gerät.
Geschichte ist stets subjektiv. Gerade aus diesem Grund diskutieren wir in den verschiedensten Facetten über das Geschehene. Über jene historische Phasen, von denen uns heute nur noch schriftliche Bruchstücke vorliegen, gibt es zumeist die am weitesten gefächerten Theorien, da alles möglich und wenig unmöglich erscheint. Mit den Beweisen ist es eben sehr spärlich bestellt. Umso interessanter und demnach auch wichtiger ist es, dass wir uns mit Menschen, die eine eben solche Phase direkt erlebt haben, in den Diskurs begeben. Nur so können wir erfahren, wie es damals wirklich war. Selbstverständlich hat auch hier jeder seine eigene Wahrheit. Im ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ scheint diese Wahrheit aber sehr authentisch, sie ist in jedem Fall ungeschminkt.
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Besitzt ihr eigentlich Bücher, die euch so gut gefallen haben, dass ihr sie gleich ein zweites oder sogar ein drittes mal gelesen habt?
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Das Warten hat ein Ende - soeben wurde der begehrte Deutsche Buchpreis 2012 vergeben.
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