Ein wesentlicher Bestandteil der Literaturgeschichte ist darin zu sehen, dass einige große Werke erst nach dem Ableben ihres Schriftstellers in den öffentlichen Fokus gerückt, sie womöglich erst Jahre nach seinem Tod verstanden werden. Der US-Amerikaner Francis Scott Key Fitzgerald beispielsweise wird heute als einer der größten Literaten seines Kontinents gefeiert. Sein 1925 erscheinender Roman „Der große Gatsby“ konnte zu seinen Lebzeiten aber nur geringe Verkaufszahlen erreichen. Heute wird er allein in den Staaten jedes Jahr rund eine halbe Million Mal verkauft. Grund genug, dass sich Regisseur Baz Luhrmann nun daran versucht hat, den literarischen Stoff für das Kinojahr 2013 neu zu verpacken.
So richtig verwundern kann einen die Tatsache, dass sich ein Fernsehunternehmen gegen eventuelle Ablehnung seitens der Zuschauer absichern möchte, eigentlich nicht. Schon gar nicht im Fall der „Sons of Anarchy“, dessen Rechte sich die ProSiebenSat.1 Media Group sichern konnte. Um leichte Kost handelt es sich bei den Geschichten nur wirklich nicht. Zu hart sind die Jungs, die da auf ihren Höllenöfen über die Straßen fahren, zu dunkel die Abgründe aus Kriminalität, Gewalt und Betrug, die sich bei jeder Folge auftun. Dass man zunächst einen Testlauf auf der Videoplattform MyVideo durchführte, überrascht keinesfalls. Irgendwie gilt das aber auch für die rege Aufmerksamkeit, die fortan zahlreiche Zuschauer vor die Bildschirme zog.
Das Kino zählt mittlerweile zu den zentralen Bestandteilen des gesellschaftlichen Lebens. Filme jeglicher Art dienen unserer Freizeitunterhaltung, der Vermittlung von Werten und sind nicht selten Thema des öffentlichen Diskurses. Ende des vergangenen Jahres fungierten die Lichtspielhäuser zur Plattform für eine eindrucksvolle Abenteuergeschichte, die der kanadische Weltenbummler Yann Martel bereits Anfang des Jahrhunderts in literarischer Form vorlegte. Martel konnte für sein Werk „Life of Pi“ internationale Preise einheimsen. Die Verfilmung „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ von Regisseur Ang Lee machte es ihm nach und gewann unter anderem Ende Februar vier Oscars. Damit war man mal eben der am meisten ausgezeichnete Film des Jahres. Seit letzter Woche gibt ist diesen nun endlich auch für das Heimkino.
Psychothriller können auf der Leinwand genau genommen nur funktionieren, wenn sie eine realistische Geschichte erzählen. Eine, die nicht so abgedreht ist, dass der Zuschauer sich nicht in das Szenario hineinversetzen kann, weil es einfach zu absurd erscheint. Ein derartiger Film benötigt gewisse Momente, die das Gesamte tragen und großartige Schauspieler, die den Rollen, für die sie gecastet wurden, gerecht werden können. Bei „Side Effects“ von Steven Soderbergh fließen diese notwendigen Bestandteile zusammen. Es sind unter anderem Jude Law, Channing Tatum und Catherine Zeta-Jones, die der vermutlich letzten Arbeit des Erfolgsregisseurs ein ordentliches Gesamtfazit ermöglichen.
Das Mittelalter wird in der heutigen Zeit oftmals als sehr dunkle Zeit charakterisiert. Hexenverbrennungen und Armut, Folter und blinder Gehorsam scheinen die primären Eigenschaften, die man heute mit der Epoche in Verbindung setzt. Die Errungenschaften dieser Menschheitsphase werden eher kritisch bewertet. Da ist es doch auch ein wahrer Segen, wenn Fernsehserien wie „Game of Thrones“ für ein wenig Helligkeit in Bezug auf das Mittelalter sorgen und es für den Zuschauer des 21. Jahrhundert direkt auf den Bildschirm projizieren. Natürlich aber macht auch die filmische Ausgestaltung keinen Halt vor den dunklen menschlichen Abgründen, vor Lug und Trug, Verrat und Skrupellosigkeit.
Geschichte ist stets subjektiv. Gerade aus diesem Grund diskutieren wir in den verschiedensten Facetten über das Geschehene. Über jene historische Phasen, von denen uns heute nur noch schriftliche Bruchstücke vorliegen, gibt es zumeist die am weitesten gefächerten Theorien, da alles möglich und wenig unmöglich erscheint. Mit den Beweisen ist es eben sehr spärlich bestellt. Umso interessanter und demnach auch wichtiger ist es, dass wir uns mit Menschen, die eine eben solche Phase direkt erlebt haben, in den Diskurs begeben. Nur so können wir erfahren, wie es damals wirklich war. Selbstverständlich hat auch hier jeder seine eigene Wahrheit. Im ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ scheint diese Wahrheit aber sehr authentisch, sie ist in jedem Fall ungeschminkt.
Baseball gehört bei uns in Deutschland ganz sicher nicht zu den beliebtesten beziehungsweise bekanntesten Sportarten. Diese heißen hier eher Handball, Biathlon und selbstverständlich König Fußball. In den Vereinigten Staaten von Amerika liegt die Sache etwas anders, zählt Baseball doch dort neben Basketball und Football zu denjenigen Bewegungsspielchen, die schon kleine Jungen bemerkenswert akribisch vollziehen. Sie spielen es später auf dem College und vielleicht auch noch auf der University, wenn sie den ganz großen Schritt in die Profiliga nicht geschafft haben. Diesen vollbracht hat Joe Castle, ein junges Talent der Chicago Cubs, das bei „Home Run“ von John Grisham, eine bewegende Geschichte durchlaufen muss.
Unsere Kindheit ist eines der wichtigsten Güter, die wir Menschen besitzen. Das gesamte spätere Leben zehren wir von unseren Kindheitserinnerungen und schweben noch in späten Jahren in Gedanken an die durchlaufenen Erlebnisse. Umso wichtiger erscheint es, dass diese Lebensphase auch bestmöglich gefüllt und mit zahlreichen schönen Eindrücken versehen wird. Was passiert jedoch, wenn man einen Menschen dessen beraubt, wenn man ihm die Kindheit nimmt? Eine Erfahrung, die zum Glück den meisten Kindern erspart bleibt, doch auch eine, die zu vielen widerfährt. Mit Entführungsopfer Natascha Kampusch hat im Jahr 2010 eine Frau ihre Autobiografie vorgelegt, die den Leser erschüttert hat. Die Geschichte ihrer „3096 Tage“ lang anhaltenden Entführung wird ab dem morgigen Donnerstag ähnliche Gefühle hervorbringen.
Es ist die größte Auszeichnung, die einem Schauspieler und auch allen anderen Teilnehmern eines Filmprojektes zugeteilt werden kann. Jedes Jahr aufs Neue blickt die ganze Welt auf denjenigen Abend, an dem die Entscheidungen der Oscar-Academy durch die Laudatoren übermittelt werden. Zumeist werden dafür Größen des Filmgeschäfts, beispielsweise Sieger der vergangenen Jahre, auserwählt. So kann die Vergabe auch irgendwie als eine Art des Generationentreffs angesehen werden. Gleich mehrere Generationen waren in diesem Jahr in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin miteinander verwoben. So durften sich unter anderem die 86-jährige Emmanuelle Riva und die neunjährige Quvenzhané Wallis Hoffnungen machen.
Die Frage, wonach wir Menschen uns richten, wenn wir ein Buch auswählen, wird wohl noch für sehr lange Zeit im Verborgenen auf eine Antwort warten. Es gibt mehrere Ansätze, wodurch der Impuls, sich für ein literarisches Stück zu entscheiden, ausgelöst wird. Zum einen könnte es daran liegen, dass es der nächste Bestseller unseres Lieblingsautoren ist, zum anderen daran, dass es in der Gesellschaft heiß diskutiert wird. Nach einer dritten Theorie blickt man auf das Buchcover, das heutzutage wesentlich wichtiger ist als es noch vor Jahrzehnten der Fall war. Beim letzten Bestseller vom römischen Autor Luca di Fulvio gestaltete sich das tatsächlich als der Grund. Laut den Angaben vieler Leser war es vor allem das Kindergesicht, welches „Der Junge, der Träume schenkte“ zierte und was viele zum Kauf bewog. Beim neuen Werk „Das Mädchen, das den Himmel berührte“ ist nun ein kleines Mädchen zu sehen. Will uns der Autor damit etwas sagen?
Audio-Gewinnspiel zur Frankfurter Buchmesse Tag 10: Ganz sicher sind die Hungerspiele im Fantasy-Werk „Die Tribu... http://t.co/DyPWO5PT
Filmtipp: Abraham Lincoln – Vampirjäger: Es ist ein wahnsinnig große Bürde mit dem Amt des US-amerikanischen Prä... http://t.co/xS8fbVYP
Heute startet das 4-teilige Historiendrama "Die Säulen der Erde" um 20:15 auf SAT.1, basierend auf dem Bestseller... http://t.co/mVwKrcBw
Audio-Gewinnspiel zur Frankfurter Buchmesse Tag 9: Ganz schön bewegend, wie aufopferungsvoll Harold Fry sich que... http://t.co/t9Nq6B08
Ursula Krechel gewinnt mit „Landgericht“ den Deutschen Buchpreis 2012: Am gestrigen Abend begrüßte Prof. Dr. Got... http://t.co/rPHSLNYu
Besitzt ihr eigentlich Bücher, die euch so gut gefallen haben, dass ihr sie gleich ein zweites oder sogar ein drittes mal gelesen habt?
Elias Canetti – Die Stimmen von Marrakesch: Viele Menschen lieben es Geschichten und Eindrücke aus Regionen zu h... http://t.co/3XxlByuQ
Das Warten hat ein Ende - soeben wurde der begehrte Deutsche Buchpreis 2012 vergeben.
Wir gratulieren Ursula... http://t.co/TAP1p4RW
Heute Abend ab 18:00 Uhr findet die Preisverleihung des Deutschen Buchpreis 2012 statt. Hier könnt Ihr dieses... http://t.co/fgEqjBo4
Audio-Gewinnspiel zur Frankfurter Buchmesse Tag 8: Drei Tage lang haben wir nach den teilweise sehr bildlichen E... http://t.co/saQ1hfxP