Nur einen Horizont entfernt von Lori Nelson Spielman – Unser Buchtipp

Spielman - Nur einen Horizont entferntLori Nelson Spielman war im vergangenen Jahr die Neuentdeckung auf dem literarischen Markt. Ihr Debütroman „Morgen kommt ein neuer Himmel“ schlug grandios ein. Mittlerweile ist die bewegende Geschichte in 16 Sprachen übersetzt, allein in Deutschland wurden 600.000 Print- und 100.000 eBook-Exemplare verkauft. Im Bereich Belletristik ist der Roman somit das erfolgreichste Werk des vergangenen Jahres. Natürlich sind auch die Filmrechte bereits verkauft. Dementsprechend hoch gestalten sich die Erwartungen an ihre neue Veröffentlichung, die auf den klangvollen Namen „Nur einen Horizont entfernt“ getauft wurde. Sie werden nicht enttäuscht, denn Spielmans letztjähriger Erfolg war kein Zufall. Diese Autorin weiß, wie sie bewegend schreiben kann.

Nur einen Horizont entfernt – Alles beginnt mit einem Brief

Hannah Farr ist TV-Moderatorin. Sie verdient in einer multimedialen Welt Geld mit der Vielfalt der modernen Medien. Ins Rollen kommt „Nur einen Horizont entfernt“ aber mit einem Medium aus vergangenen Tagen – einem per Hand geschriebenen Brief. Er ist von einer früheren Schulfreundin, die Hannah früher viel gemobbt hat. Sie bittet um Vergebung und hat zwei runde Steinchen in den Briefumschlag gesteckt. Zu ihnen gibt es auch eine Anleitung. Hannah soll ihr einen Stein zurückschicken, als Zeichen der Vergebung. Den anderen soll sie an jemanden weiterschicken, um selbst für etwas um Vergebung zu bitten. Hannah weiß genau, an wen der zweite Stein gehen soll. Was sie nicht weiß, ist, ob sie die Vergangenheit überhaupt zurück in ihr Leben lassen möchte.

Nur einen Horizont entfernt – Es geht um die Familie

Auf den ersten Blick geht es in „Nur einen Horizont entfernt“ um die Größe zu verzeihen. Auf den zweiten geht es immer noch darum. Spätestens beim dritten Blick auf die 368 Seiten des Romans aber erkennt man, dass es noch um einiges mehr geht. Hannah soll nicht nur ihrer ehemaligen Mitschülerin verzeihen, sie soll auch ihre Mutter kontaktieren, die ihr als erste einfällt, bei der man sich entschuldigen muss. Einst hat sie diese mit einer fatalen Entscheidung enttäuscht. Nun soll sie dafür gerade stehen. Hannah ringt damit und der Leser mit ihr. So wird klar, dass es auch darum geht, für etwas gerade zu stehen, Verantwortung zu übernehmen. Noch entscheidender aber ist die Frage, wie wichtig die Familie ist und wie wir mit diesem großen Gut umgehen.


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