Sorry – Zoran Drvenkar

Ich werde mich jetzt nicht bei Ihnen dafür entschuldigen, dass ich das Buch „Sorry“ von Zoran Drvenkar vorstelle. Viel eher sollten Sie sich bei mir bedanken 😉 Wobei ich abstufen muss. Leuten mit leicht irritierbarem Magen, empfindlichen Nerven und zu gutem Vorstellungsvermögen kann man auch getrost davon abraten. Denn die Mordszenen sind zum Teil sehr detailliert beschrieben und nicht jedermanns Sache. Wer jedoch gut mit solcherlei Lektüre klarkommt, wird Sorry lieben.

In der Geschichte geht es um die vier Freunde Tamara, Kris, Wolf und Frauke, die bis dato nicht wirklich etwas aus ihrem Leben gemacht haben, nun aber sowohl eine einfache als auch geniale Idee haben. Sie eröffnen eine Agentur, die sich stellvertretend für ihre Kunden entschuldigt. Sei es der Manager an den entlassenen Mitarbeiter oder der Fremdgeher an seine Ex-Partnerin. Es scheint eine große Nachfrage für Entschuldigungen zu geben, denn die Agentur floriert schon nach kurzer Zeit.

Dann passiert das Schreckliche. Die Agentur soll sich bei einem Mordopfer für dessen brutale Ermordung entschuldigen. Genau hier wird es auf einmal psychologisch und die Fragen nach Schuld und Sühne, Verantwortung und Mitleid werden aufgeworfen. Ein spannender Thriller inszeniert sich von ganz allein.

Das Buch ist in drei Erzählperspektiven (Mörder, Freunde und eine dritte, unbekannte Person) geschrieben und spricht den Leser auch mit Du an, was sehr ungewöhnlich ist und zur Spannung und dem Involviertsein beiträgt.


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