Serientipp: Zone of Separation

Zone of Separation 241x300 Serientipp: Zone of SeparationEine Fernsehserie zu drehen, in der man in regelmäßigen Abständen an Kriegsszenarien der übelsten Art herangeführt wird, ist wahrlich keine einfache Aufgabe. Zumal der Zuschauer durch sie keinesfalls leichte Kost vorgesetzt bekommt. Im Jahr 2008 versuchten sich die Kanadier Andrea Raffaghello und Paul Gross an diesem zugegeben nicht ganz leichten Projekt und realisierten somit die Idee von Malcolm MacRury. Das Resultat war die achtteilige Miniserie „Zone of Separation“, die in der Heimat bereits für Furore sorgte, aber auch internationales Aufsehen erregen konnte. Hierzulande lief die Pilotfolge im Oktober 2010 erstmals über die Bildschirme. Schon dort sah man, was einen folglich erwarten sollte.

Ein fiktiver Ort, der Reales zeigt

Fiktion kann nur auf zwei Wegen erfolgreich sein. Entweder muss sie unsere Träume und Wünsche widerspiegeln oder aber Reales in einem neu geschaffenen Umfang darlegen und somit greifbar machen. Die „Zone of Separation“ versucht Letzteres und zeigt das Geschehen im fiktiven Jadac, ein Ort im Balkan. Der deutsche Zusatztitel „Das Kriegsgebiet“ gibt eine sehr treffende Aussage darüber, was vor Ort passiert. Die UN hat im Gebiet zumindest scheinbar den Frieden durchgesetzt, muss aber nun dafür sorgen, dass dieser langfristig erhalten bleiben kann. Im Weg stehen die heftigen Auseinandersetzungen von Christen und Muslimen, die beide Anspruch auf die Vorherrschaft stellen.

Vielschichtiges Figurenensemble

So verfolgen beide Parteien ihre ganz eigenen Pläne für Jadac und machen es dem Team um Captain Sean Kovacs (Michelle Nolden) alles andere als leicht. Zudem sind auch eigenmächtige Versuche, wie derjenige von Major Gavin Hart (Rick Roberts), ein Problem für den Gesamterfolg, das Land vor einem neuen Kriegsausbruch zu bewahren. Schon am ersten Tag scheitert sein Plan, ein Zeichen der Stärke zu setzen. Sehr bedeutsam für die Entwicklung sind auch Mila Michailov (Lolita Davidovich), die auf Seiten der Christen agiert, und George Titac (Colm Meaney) der die muslimischen Interessen durchsetzen will. Da die zwei Seiten vor keiner bösartigen Gewalttat zurückschrecken, gerät das UN-Team mehrfach in gefährliche Situationen. Schon die erste Folge, in der ein kleiner Junge bei einer heftigen Explosion ums Leben kommt, verdeutlicht die brenzlige Lage. Diese verändert sich bis zum Finale nicht wirklich und so entsteht eine stetige Spannung, die uns das Thema Krieg direkt ins Wohnzimmer bringt.


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