Serientipp: White Collar

White CollarWährend es Jess aus dem Serientipp der vergangenen Woche jeden Mittwoch aufs Neue versteht reichlich durchzuschütteln, wollen wir uns heute einmal einer Kriminalserie widmen, die ganz ohne Drogen, Mord und Totschlag auskommt. Dass darunter die Spannung nicht leiden muss, beweist White Collar jeden Donnerstagabend bei RTL. Seit Ende 2009 huscht die Produktion von USA Network über die Flimmerkisten, seit 2011 auch hierzulande. Macher Jeff Eastin verzeichnet seitdem ordentlichen Erfolg, konnte bereits vier Staffeln mit insgesamt 56 Episoden abdrehen. Im September des Jahres wurde bekanntgegeben, dass die Konzeption um Kunstdieb Neal Caffrey und Special Agent Peter Burke in eine neue Runde geht. So wurde bereits eine fünfte Staffel mit dem ungleichen Ermittlerpaar unter Dach und Fach gebracht.

Arbeit auf der anderen Seite

Zugegeben, ganz neu ist die Idee von einem Kunstdieb, der anstatt ins Gefängnis zu gehen, fortan sein Wissen in den Dienst des Gesetzes stellt, nicht. Ähnliches hat man auch schon von Tresorknackern oder ehemaligen Autodieben gesehen. Die Polizei und auch die Staatsanwaltschaft profitieren scheinbar gerne von ihrem Insiderwissen. Außerdem ist dies immer eine recht schöne Ausgangslage, auf der sich letztlich erfolgreiche Fernsehproduktionen aufbauen lassen. White Collar, das übersetzt „Weißer Kragen“ bedeutet und darauf anspielt, dass sich Verbrechen auch in der High Class ereignen, stellt insofern keine Ausnahme dar. Die Serie kommt aber neben dem Konzept auch wegen der einzelnen Charaktere besonders gut an. In erster Linie gilt das für Kunstdieb Neal (Matthew Bomer), der bis dato immer einen Schritt schneller war als die Ermittler. Seine Strategie geht so lange auf, bis mit Peter Burke (Tim DeKay) endlich einmal ein fähiger Gegenspieler die Bühne betritt. Es ist Neal, der den risikoreichen Vorschlag unterbreitet und Peter anbietet, ihm bei Kunstdiebstählen und Ähnlichem als Hilfe zu fungieren. Für ihn bedeutet das, nicht ins Gefängnis zu gehen, für Peter die Chance knifflige Fälle zu lösen und für den Zuschauer brillante Unterhaltung.

Wenn Cleverness über Gewalt siegt

Selbstverständlich kommt keine Krimiserie ohne Waffen aus und auch Morde wie der an Neals Freundin Kate gehören zum Konzept. Zentral aber sind vor allem die Kunstdiebstähle, Fahndungsziel die gewieftesten Betrüger der Welt. Zu Beginn ist dies beispielsweise ein Kunstfälscher, der unter dem Synonym „der fliegende Holländer“ von sich reden machte. In der Tat hat man es Neal zu verdanken, dass dieser am Ende in Gewahrsam genommen werden kann. Ähnlich geht es auch bei den anderen Fällen zu, bei welchen sich der einstige Kunstdieb stets als verlässlich erweist, was nicht unbedingt an seiner Fußfessel und dem ständigen Augenmerk des FBI-Agenten liegt. Für Entertainment sorgen auch Neals befreundeter Kunstexperte Mozzie (Willie Garson) und Burkes Ehegattin Elizabeth (Tiffani Thiessen). Erstgenannter befindet sich auf Kriegsfuß mit dem Gesetz und versucht deshalb stets, den Ordnungshütern aus dem Weg zu gehen. Die Partyplanerin hingegen konnte ihre anfänglichen Zweifel gegenüber dem Deal der beiden Hauptakteure schnell ablegen und verteidigt nun das ungewöhnliche Arbeitsverhältnis, wo sie nur kann.


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  1. […] zu sehen sein. Doch nicht nur deshalb lohnt der heutige Blick auf „Dr. House“, der wie unser Serientipp der vergangenen Woche wöchentlich im Abendprogramm auf RTL zu finden […]

    19.11.2012
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