Serientipp: Sherlock

SherlockDer Wert einer Abenteuergeschichte wird oftmals erst deutlich, wenn man sie mit ein wenig Abstand betrachtet. Die mehr als 50 Kurzgeschichten und insgesamt vier Romane, die der britische Autor Sir Conan Arthur Doyle im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert schrieb, tragen einen besonders hohen. Sein Hauptprotagonist, Detektiv Sherlock Holmes, musste sich zur besagten Zeit mit all denjenigen Fällen auseinandersetzen, bei denen Scotland Yard ohne Schimmer blieb. Zur Seite stand ihm dabei der Militärveteran Dr. John Watson, gemeinsam lösten sie so manches unlösbar scheinendes Rätsel. Im Lauf der Jahrzehnte fanden sich immer wieder neue Verfilmungen der einzelnen Episoden. Die Fernsehserie „Sherlock“ verfolgt dabei einen recht ungewöhnlichen Ansatz.

Ein Ermittler mit Smartphone

Während auch die aktuellen Kinofassungen mit Robert Downey Jr. und Jude Law versuchen das Geschehen im früheren Großbritannien für den heutigen Kinozuschauer präsent zu machen, wird in „Sherlock“ alles in das neue Jahrhundert transferiert. Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) und Dr. Watson (Martin Freeman, „Der Hobbit“) tragen zwar noch die gleiche Aufgabe und gehen dem gemeinsamen Ermitteln nach, sie tun es aber auf moderne Art und Weise. So setzt Holmes auf Nikotinpflaster und jagt die Verbrecher mit Smartphone und GPS-Peilung. Watson postet die neuesten Fälle in seinem Blog und richtet so die Aufmerksamkeit auf das Duo aus der Baker Street 221b. Natürlich wirft das auch ein paar Neider auf den Plan, der bekannte Prof. Moriarty lässt nicht lange auf sich warten. Bei allen bisherigen Adaptionen haben sich die Macher Steven Moffat und Mark Gatiss eng am Stoff von Doyle orientiert. Sie lassen dabei aber die bekannten Szenarien wie „Der Hund der Baskervilles“ neu aufleben und zeigen, dass gute Krimis früherer Tage auch heute noch unterhaltsam sind.

Eine Produktion mit hohem Unterhaltungswert

Gut neun Millionen Zuschauer schauten bei der ersten Staffel in der Heimat zu. Auch hierzulande sorgten die ersten drei Folgen für gute Einschaltquoten bei der ARD. Die ursprünglich 60 Minuten langen Folgen wurden auf Wunsch der BBC auf 90 Minuten ausgedehnt. Insgesamt zwei Staffeln á drei Folgen waren bisher zu sehen, die dritte Staffel soll schon in den Startlöchern stehen. Wie lange die Fans auf der Welt aber darauf noch warten müssen, ist momentan unbekannt. Schließlich sorgte „Sherlock“ auch dafür, dass die Hauptdarsteller Cumberbatch und Freeman sich momentan kaum vor Angeboten retten können. Ersterer dreht derzeit „Star Trek 2“ und für Freeman ist die Trilogie „Der Hobbit“ das endgültige Zeichen für seine Ankunft in Hollywood.


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