Serientipp: Game of Thrones

Game of ThronesDas Mittelalter wird in der heutigen Zeit oftmals als sehr dunkle Zeit charakterisiert. Hexenverbrennungen und Armut, Folter und blinder Gehorsam scheinen die primären Eigenschaften, die man heute mit der Epoche in Verbindung setzt. Die Errungenschaften dieser Menschheitsphase werden eher kritisch bewertet. Da ist es doch auch ein wahrer Segen, wenn Fernsehserien wie „Game of Thrones“ für ein wenig Helligkeit in Bezug auf das Mittelalter sorgen und es für den Zuschauer des 21. Jahrhundert direkt auf den Bildschirm projizieren. Natürlich aber macht auch die filmische Ausgestaltung keinen Halt vor den dunklen menschlichen Abgründen, vor Lug und Trug, Verrat und Skrupellosigkeit.

Ein Kontinent, der Europa entspricht

Zwar handelt es sich bei der Schaubühne um den fiktiven Kontinent Westeros, in welchem sich Sommer und Winter auch schon mal über mehrere Jahre hinziehen können. Ähnlichkeiten und deshalb auch eine klare Anlehnung an das europäische Mittelalter und seine Adelstrukturen sind aber nicht von der Hand zu weisen. Die Serie, mit der die Macher Weiss und Benioff erstmals 2011 beim US-amerikanischen Sender HBO auftraten, orientiert sich stark an der Fantasy-Romanreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ des Schriftstellers George R. R. Martin. Sehr deutlich wurde das bei der ersten der bisher drei abgedrehten Staffeln. Dort musste sich der Herrscher des Kontinents Robert Baratheon erstmals gegen einen neu aufkommenden Putsch wehren. Ziel der Begierde war der Eiserne Thron, unter dessen Regie die insgesamt sieben Königreiche des Kontinents zusammengefasst werden.

Die Macht sichern

Klar, dass etwas solch Bedeutendes Neider mit sich bringt. Dabei sind es nicht allein die einflussstärksten Familien der Lannisters, Starks und eben Baratheons, die um das Zepter kämpfen. Nein, auch vom Nachbarkontinent Essos droht Gefahr, befindet sich doch da der Clan der Familie Targaryen, die einst den Thron besaß und nun für die Rückkehr gewappnet scheint. Dies Geschehen und die immer stärker werden Vernetzung und Infiltrierung einzelner Familienmitglieder trägt dazu bei, dass der Zuschauer selbst schon einmal den Überblick über die Absichten der Protagonisten verliert. Gerade aus diesem Grund verpassen eingefleischte Fans auch keine einzige Folge. Wer einmal in das „Game of Thrones“ eingestiegen ist, wird es schwer haben, wieder aus dem Spiel auszusteigen.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter