Serientipp: Futurama

FuturamaSchon seit Urzeiten beschäftigt die Menschen die Frage, was die Zukunft für sie bereithält. Wie gestaltet sich diese, was überdauert die Zeit und was für neue Errungenschaften bestimmen unser Leben? Jede Generation wird durch ihre ganz individuellen Möglichkeiten geprägt, der technische Fortschritt wird stetig anhalten. Einige Menschen sehen im anhaltenden Wandel Chancen für die Menschheit, andere wiederum halten es für einen Fluch. Matt Groening und David X. Cohen, die Macher unseres heutigen Serientipps „Futurama“, spielen mit parodistischer Grundhaltung die Zukunft für uns durch. Ganz ernst zu nehmen sind die bisherigen acht Staffeln sicher nicht, sie bieten aber ebenso wie unsere vergangenen Serientipps reichlich Unterhaltung.

Eine Zeitreise ins Jahr 3000

Den Grundstein für alles Folgende bietet eine unkonventionelle Zeitreise, zu deren Beginn ein Pizzabote im Jahr 1999 vorgestellt wird. Sein Leben ist verkorkst. Er ist ein Loser, dem so irgendwie nichts gelingen will. Als er in der Silvesternacht  mit seinem Stuhl umkippt und in einer Gefrierkammer landet, verändert sich sein Schicksal. Gut konserviert landet Fry in der Zukunft, exakt 1000 Jahre später und passenderweise wieder bei einem Lieferservice. Dort trifft er auf die anderen zwei Hauptfiguren, die Zyklopin Leela und den Roboter Bender sowie andere feste Seriengrößen. Das New York ums Jahr 3000 spielt eine vergleichbare Rolle wie jenes, das wir heute kennen, hat sich aber wie auch die Welt im Ganzen gewandelt. Als öffentliche Verkehrsmittel dienen Saugröhren, die Bevölkerung besteht aus den verschiedensten Wesen. Roboter haben Wahlrecht und neben einer Mixtur aus allen Weltregionen kann man sich nun auch zu Oprahism (in Anlehnung an Talkqueen Oprah Winfrey), Robotology und selbst Voodoo bekennen. Fester Bestandteil sind die erhaltenen Köpfe berühmter Persönlichkeiten unserer Zeit, die in den einzelnen Folgen immer mal wieder zu Wort kommen.

Überspitzte Charaktere und Gesellschaftsparodie

Groening, den man auch als Vater der „Simpsons“ kennt, nutzt die Zukunft in „Futurama“ um seine ganz eigene Gesellschaftskritik zu üben. Ordentlich überspitzt zeigt er ein New York der Zukunft, in dem die heutigen Themen Korruption, Bürokratie, Drogenhandel und Machtmissbrauch noch schlimmer geworden sind. Unterhaltsam wird dies, weil er mit den Problemen spielt und sie in einen parodistischen Grundton einbettet. Als Medium dafür dienen ihm die einzelnen Charaktere. Fry beispielsweise zeigt sich noch immer als der Nichtsnutz, der er in seinem früheren Leben war. Roboter Bender hingegen besticht mit allen menschlichen Lastern, trinkt, flucht, raucht, liebt das Glückspiel und Pornografie. Er ist das Sinnbild eines absoluten Egozentrikers. Leela ist die emanzipierte, attraktive und verantwortungsbewusste weibliche Komponente, die nach der Liebe sucht, aber stets Single bleibt. Abgerundet wird das Figurenspektrum unter anderem durch den verrückten Professor Farnsworth, der den Lieferservice leitet, ein Nachkommen von Fry ist und die Crew des Öfteren in heikle Weltraummissionen schickt. Außerdem sorgen auch die Riesenkrabbe Dr. Zoidberg, der jamaikanische Limboprofi Hermes und die chinesische Praktikantin Amy für einen Unterhaltungseffekt, welcher dem der prominenten gelben Familie in Nichts nachsteht.


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