Serientipp: Dr. House

Dr. HouseÄrzte sind wohl diejenigen Menschen, die innerhalb unserer Gesellschaft die größte Wertschätzung genießen. Wenngleich der eine oder andere ihrem Handwerk gelegentlich kritisch gegenübersteht, ihre Diagnosen für Hokuspokus hält und deshalb den Arztbesuch meidet, sind wir und unser Leben doch im Notfall von ihnen abhängig. Nicht ganz zufällig erscheint es deshalb, dass Ärzte auch in der Unterhaltungsbranche ihren Platz bekommen. Zahlreiche Arztserien durfte man in den letzten Jahren bewundern. Eine von ihnen wird in drei Wochen zumindest vorerst das letzte Mal zu sehen sein. Doch nicht nur deshalb lohnt der heutige Blick auf „Dr. House“, der wie unser Serientipp der vergangenen Woche wöchentlich im Abendprogramm auf RTL zu finden ist.

Ein Zyniker mit bemerkenswertem Gespür

Schon in der allerersten Folge, die im Mai 2006 im deutschen Fernsehen Premiere feierte, legt House (Hugh Laurie) den Grundstein und  zeigte uns seinen vielfältigen Charakter. Nach dem Motto dem dort zu hörenden „Menschlichkeit wird überbewertet“ wandelt er nun schon in der achten Staffel über den Flimmerkasten. Diese soll nach Angaben der Produzenten von FOX erst einmal die letzte sein, weshalb sich die Serie nun auch bei uns dem Ende naht. Hauptbestandteil ist besagter Titelheld, der zynisch und komplett unfreundlich im Krankenhaus arbeitet. Dort gerät er regelmäßig mit seinen Vorgesetzten und Kollegen, aber auch mit den Patienten aneinander. House fühlt sich allen anderen Menschen überlegen und macht weder einen Hehl über seine Fähigkeiten noch die Abneigung gegenüber dem Job und allen Kranken. Dies sorgt dafür, dass in den USA mit dem so genannten „Houseism“ heute schwarzer Humor und alltäglicher Zynismus bezeichnet werden.

Ein Arzt, der eigentlich nicht behandeln sollte

Es steht außer Frage, dass die Rolle des Dr. Gregory House der entscheidende Erfolgsgarant der Serie war. Zwar werden die Zuschauer auch mit Einzelschicksalen anderer Ärzte konfrontiert. Diese befinden sich aber im Grunde alle im näheren Umkreis des Titelhelden. Die lange Zeit als Chefin fungierende Dr. Cuddy (Lisa Edelstein) verlässt die Serie nach ihrer Liaison mit House, Teammitglieder wie ihr späterer Nachfolger Dr. Foreman (Omar Epps) oder auch Dr. Wilson (Robert Sean Leonard) sind ebenso von seinen Launen abhängig. Gemeinsam mit den anderen profitieren sie von House´ Gespür bei den ganz besonderen Krankheiten. Jede einzelne Folge befasst sich mit einer solchen und begleitet das Team auf der Suche nach Heilungsmethoden. Dass ein Arzt, der drogenabhängig ist, auf komplett unorthodoxe Methoden setzt und jegliches Sozialverhalten vermissen lässt, dabei der große Erfolgsgarant ist, gehört zum gesetzmäßigen Kernbestandteil.


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