Serientipp: Dallas

DallasGewöhnlich werden Fernsehserien mit Generationen in Verbindung gesetzt. Über einige Jahre, vielleicht auch Jahrzehnte können sie sich im Bestfall behaupten. Ihre Fans setzen sich regelmäßig zur Sendezeit vor die Fernsehgeräte und schauen sich das aktuelle Geschehen an. Dabei fiebern sie mit ihren Idolen mit, wobei die Präferenzen ganz unterschiedlich verteilt liegen können. Wenige Serien schaffen es, sich auch über mehrere Generationen hinweg zu behaupten. Einige von ihnen erscheinen Jahre, nachdem sie abgesetzt wurden, in einem neuen Deckmantel. So geschehen ist das mit „Dallas“, dem Kultschlager aus den 80er-Jahren, der seit der letzten Woche wieder das Fernsehgeschehen mitprägen darf.

Neue Gesichter und alte Bekannte

Zentrale Figur der früheren Seifenoper, deren mehr als 350 Folgen ab 1978 über die Apparate flimmerten, war der Ölmogul John Ross „J. R.“ Ewing. In dieser Rolle brillierte Larry Hagman über Jahrzehnte hinweg und erfreute sich trotz der eigentlich negativen Figur eines skrupellosen Geschäftsmannes an einer unglaublichen Fanbase. Nachdem die dritte Staffel mit einem Schuss eines Unbekannten auf ihn endete, rätselten die gesamten Vereinigten Staaten über den Attentäter. Folge 58 versprach unter dem Titel „Who done it?“ schließlich des Rätsels Lösung und erreichte bei der Ausstrahlung einen Marktanteil von mehr als 70%. Neben Hagman, der im November vergangenen Jahres verstorben ist, sind beim Revival von „Dallas“ mit Patrick Duffy (Bobby Ewing) und Linda Gray (Sue Ellen Ewing) auch noch zwei andere Gesichter der früheren Episoden zu sehen. Hinzu kommt eine Nachfolgegeneration, die sich letztlich mit den gleichen Problemen herumschlagen muss, aber ihren ganz eigenen Reiz hat.

Ein schwieriges Erbe

Genau genommen ist auf der Southfork Ranch im texanischen Dallas alles beim Alten. Nur die Protagonisten haben gewechselt. Noch immer geht es um den Familienbesitz, um den sich in diesem Fall in erster Linie John Ross Ewing (Josh Henderson), der Sohn J.R.´s, und Christopher (Jesse Metcalife), Adoptivsohn von Bobby, streiten. Neben dem Ewing-Oil geht es da aber auch noch um die hübsche Elena (Jordana Brewster), die ihrerseits als Tochter zweier Hausangestellter auf der Ranch lebt. Schon allein aus diesen zwei Umständen liefert auch die Neuauflage von „Dallas“ jede Menge Konfliktpotenzial. Alles, was dabei noch am Rand geschieht, gibt dem hohen Unterhaltungswert seine richtige Würze.


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