Sensationell – Literaturnobelpreis 2009 geht nach Deutschland

AtemschaukelEs war eine Überraschung, als soeben das Nobelpreis-Komitee den Gewinner des Literaturnobelpreises benannt wurde. Herta Müller habe „mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit“ darstellen können, hieß es in ihrer Würdigung. Neben dem Ruhm einer so bedeutenden Ehre, kann sie sich zusätzlich noch über 10 Millionen Kornen (1,09 Mllionen Euro) für die Auszeichnung freuen.

Die deutsch-romänische Autorin zeichnet in ihren Werken ein düsteres Bild ihrer Vergangenheit, das von einem totalitärem Regime und Unterdrückung geprägt worden ist. In ihrem neusten Werk „Atemschaukel“, das auch als Höhepunkt ihres bisherigen Schreibens gilt, schreibt sie über die Leiden eines sowjetischen Gefangenen. Es ist erst im Sommer 2009 erschienen und damit noch „taufrisch“.

Sie gilt mit ihren zahlreichen Werken als Chronistin der Diktatur ihrer Kindheit und verarbeitet das Erlebte. Ihre Bücher machen deutlich unter welch schlimmen Umständen die Menschen leben mussten und man kann wohl ohne hellseherische Fähigkeiten annehmen, dass sie mit dem Geschrieben auch ihre Vergangenheit aufarbeitet.

Die letzten deutschsprachigen Literaturnobelpreisträger waren bislang Günter Grass im Jahr 1999 und Elfriede Jelinek 2004 gewesen, was von der Qualität deutscher Autorin Zeugnis ablegt. Müller ist übrigens die zwölfte Frau, die mit dem Literaturnobelpreis geehrt wird.


Ein Kommentar zu “Sensationell – Literaturnobelpreis 2009 geht nach Deutschland” Eigenen verfassen
  1. […] in Rumänien geborene Herta Müller ist die diesjährige Nobelpreisträgerin für Literatur, da sie es in unnachahmlicher Art perfektioniert hat, einen historischen Kontext in moderne, […]

    9.10.2009
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter