Selma – Unser Filmtipp

SelmaIm Laufe der Menschheitsgeschichte gab es viele herausragende Persönlichkeiten. Sie alle eint die Tatsache, dass sie irgendwann und irgendwo einmal etwas ganz Besonderes getan haben, sich so von anderen abheben und deshalb ewig in der Geschichtsschreibung erwähnt werden. Die ganz Großen schaffen es, dass man sie nicht nur als prägend für ihre Zeit ansieht, sondern sie explizit mit einem Bereich in Verbindung bringt, der über die Zeit hinaus präsent bleibt. In Hiblick auf den Kampf für die Freiheit aller Menschen führt kein Weg an einem gewissen Martin Luther King vorbei. Wenn in der Nacht zu Montag die Oscars vergeben werden, geht mit „Selma“ seine Lebensgeschichte ins Rennen um den Besten Film.

Martin Luther King verschafft den Bürgern Selmas eine Stimme

Für vier Golden Globes wurde „Selma“ nominiert, für den besten Song erhielt er einen. In der Nacht von Sonntag zu Montag sind zwei Oscars möglich. Auch hier geht der Song „Glory“ mit ins Rennen und beschert dem Film eine aussichtsreiche Nominierung. Viel wichtiger als irgendwelche Auszeichnungen dürfte aber die Tatsache sein, dass Martin Luther Kings Geschichte endlich einmal den Weg auf die Leinwand geschafft hat und dies sogar atemberaubend gut gelungen ist. Das zweistündige Drama von Ava DuVernay zeigt einen Martin Luther King (David Oyelowo) voller Führungsstärke und Vorbildfunktion. Es ist seine Teilnahme, die den Aufmarsch von Selma nach Montgomery überhaupt erst mit einer Aussicht auf Erfolg ausstattet. Martin Luther King ist die Galionsfigur der Bewegung, die gebraucht wurde.

Selma – Ein Film basierend auf wahren Ereignissen

Im Sommer 1965 kommt es bei Protesten in Selma (Bundesstaat Alabama) zu einer Demonstration von Menschen, die für die Wahlbeteiligung von Minderheiten plädieren. Ein Mann bezahlt den Wunsch nach Freiheit und Gleichberechtigung mit seinem Leben. Daraufhin formt sich eine Widerstandsbewegung, die bis nach Montgomery pilgern möchte, auf dem Weg dorthin aber von den Behörden gestoppt wird. Bürgerrechtler Martin Luther King schließt sich der Gruppe an und versucht seinen Einfluss geltend zu machen. Durch Alabamas Gouverneur George Wallace (Tim Roth) bleibt auch der zweite Versuch erfolglos. King wendet sich an Präsident Lyndon B. Johnson (Tom Wilkinson), seine Gegner versuchen ihm währenddessen private Untreue unterzuschieben. Im Lauf der Zeit steigt das Interesse der Gesellschaft für den Emporkömmling, der nicht nachzugeben scheint. Das sorgt auch für heftige Debatten in Medien und Gesellschaft, was nicht zuletzt die Bürgerrechtssituation in den USA komplett verändert und die Welt nachhaltig ein ganzes Stück freier macht.

 

 


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