Das Schicksal ist ein mieser Verräter – Unser Filmtipp

Das Schicksal ist ein mieser VerräterWenn ein Mensch an Krebs erkrankt, ist das nicht nur für den Betroffenen eine echte Lebensprobe. Selbst jene, die das Geschwür nicht erfasst hat, verfallen in einen Zustand, in dem viel über das Leben nachgedacht, getrauert und gekämpft werden muss. Wie es wirklich im Erkrankten aussieht, das kann niemand sagen. Schließlich geht jeder anders mit einem Krebsbefall um. Für uns Unbeteiligte ist es noch erschütternder, wenn es junge Leute trifft, die eigentlich das ganze Leben noch vor sich haben. Krebs ist für jeden schlimm, doch, wenn man viele Seiten des Lebens noch gar nicht entdeckt und erfahren hat, umso schlimmer. Genau darum geht es in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, der Verfilmung des gleichnamigen Jugendromans des US-Schriftstellers John Green.

Das Schicksal ein mieser Verräter – auch für Hazel Grace?

Erzählt wird die emotionale Geschichte der Teenager Hazel Grace Lancaster (Shailene Woodley) und Gus Waters (Ansel Elgort). Die Beiden sind vom Schicksal heimgesucht worden und kämpfen darum, am Leben zu bleiben. Hazel wird von ihrer Mutter (Laura Dern) zu einer Selbsthilfegruppe, gefüllt mit lauter Krebspatienten, geschleppt. Davon, von ihren Leiden zu berichten und andere grausame Erkrankungen zu hören, ist sie alles andere als begeistert. Dennoch geht sie mit und lernt in Gus einen Kerl in ihrem Alter kennen, der von Beginn an eine enorme Anziehungskraft ausstrahlt. Die Zwei verstehen sich auf Anhieb, eine knisternde Atmosphäre ist spätestens beim ersten offiziellen Date in einem Park zu spüren. Doch es schwingt auch immer das Leiden und die Akzeptanz des jederzeit möglichen Todes mit. Ihre Gespräche strahlen eine gewisse Tiefe aus, dienen keinesfalls dazu die Protagonisten herauszuheben, sondern glänzen einfach mit einer großen Natürlichkeit. Dementsprechend ist auch Hazels Wunsch, nach Amsterdam zu reisen, um einen Autor zu treffen, der ein Buch über eine erkrankte Jugendliche geschrieben hat und mitten in der Story abbrach, irgendwie sehr natürlich. Gus erfüllt Hazel den Wunsch. Gemeinsam begeben sie sich auf einen Trip in die Niederlande, wo sie vom Schriftsteller Peter van Houten (Willem Dafoe) erfahren wollen, was mit der Protagonistin passiert ist.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter – Fazit:

Genau darum ging es John Green, der bereits mit seinem Debütroman „Eine wie Alaska“ großes Lob ernten konnte. Er will keine Figuren zeigen, die vom Mentalen her bereits die Reife eines Erwachsenen erreicht haben, er will die jungen Menschen zu keiner Zeit anders darstellen als sie sind. Hazel und Gus sind zwei ganz gewöhnliche Teenager mit ganz gewöhnlichen Teenagersorgen und der ganz gewöhnlichen ersten Liebe, die jedem Teenager widerfährt. Ihr Rucksack wird schlichtweg um das Paket Krebs erweitert. So grausam das klingt, Shailene Woodley („The Descendants“) und Ansel Elgort („Carrie“) zeigen in ihrer Darbietung, wie man mit einem derartigen Schicksalsschlag umgehen kann. So beweist „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, dass es trotz einer Krebserkrankung definitiv möglich ist, für die eigenen Träume zu kämpfen und selbst die höchsten, gesundheitlich bedingten Hürden zu überwinden.


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