Samtene Nächte

Aveleen Avide hat schon mit ihrem Buch „Seidene Küsse“ gezeigt, dass sie es ganz wunderbar vermag erotische Geschichten zu schreiben. Mit „Samtene Nächte“ hat die Autorin es nun sogar geschafft noch einen draufzusetzen. Wo das erste Buch schon gut war, wirkt das zweite noch reifer, als wäre die Autorin an ihren ersten Versuchen gewachsen und nun vollends in der Lage erotische Geschichten mit einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit zu schreiben, die den Leser in ihren Bann zieht.

„Samtene Nächte“ beinhaltet zehn Kurzgeschichten, die allesamt unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihnen allen ist gemein, dass sie höchstgradig erotisch sind und es wohl schwerfällt sich von ihnen zu lösen. Avide beherrscht die Kunst über Erotik zu reden, bzw. zu schreiben, ohne vulgär werden zu müssen. Sie spricht jedoch auch nicht durch die Blume. Wer eine verklärte Welt voll Poesie erwartet, wird enttäuscht. Hier werden die Dinge aus– und angesprochen, denn Erotik und Leidenschaft leben nun einmal davon direkt zu sein und kein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Auch das Bild der Frau wird hier, gerade für Frauen, in einem sehr offenen, emanzipierten Licht dargestellt. Es sind selbstbewusste Personen, die sich nehmen was sie begehren ohne dabei abgestempelt zu werden. In der heutigen Zeit eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dennoch erfrischend und wichtig. Ein geiles Buch! 😉


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  1. Michael Petrikowski

    In einer klaren Sprache und mit detaillierten Schilderungen lässt Aveleen Avide in ihren zehn erotischen Geschichten „Samtene Nächte“ prickelnde Bilder voller sinnlicher Erotik entstehen, die oft eine unerwartete Wendung nehmen. Der Autorin ist die schmale Gradwanderung zwischen erotischer Langeweile und pornografischer Literatur gelungen. Denn sie nennt die Dinge beim Namen ohne dabei in eine vulgäre Sprache zu verfallen. „Samtene Nächte“ ist ein Buch das Lust macht auf ein erotisches Abenteuer und weitere Erzählungen von Aveleen Avide.

    17.04.2010
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