Samariter von Jilliane Hoffman – Unser Buchtipp

Hoffman - SamariterZuletzt ist es ein wenig ruhig geworden um Jilliane Hoffman. Die US-Amerikanerin, die in der ersten Dekade des neuen Jahrtausends ein fester Bestandteil der Bestsellerliste war, hat seit 2012 schon keinen Thriller mehr herausgebracht. Dafür aber tut sie es nun umso gewaltiger. Im Stile eines guten Weins hat sich das Warten für alle Fans gelohnt. Mit „Samariter“ liefert die Autorin einen wirklich explosiven Roman, der Atemberaubendes bereithält. Er präsentiert recht früh einen echten Schreckensmoment und zeigt auf monströse Art, was ein kurzes Zögern, eine winzige Unentschlossenheit bewirken kann.

Samariter – Weil sie nichts tut, stirbt eine Frau

Samariter“ beginnt wie so viele Thriller, mit der Darstellung eines eigentlich sehr glücklichen Lebens. Faith Sounders führt eine Bilderbuchehe im Süden Floridas. Ihren Mann liebt sie über alles und auch ein kleines Töchterchen gibt es bereits. An einem Abend, an dem ein heftiger Sturm sein Unwesen treibt, sitzt sie mit der Kleinen im Wagen mitten im Wald. Die beiden kommen von einer Feier. Plötzlich taumelt eine Frau auf sie zu, getrieben von purer Angst fleht sie Faith um Hilfe an. Doch die ist vollkommen überrumpelt und gerät in Schockstarre. Diese löst sich auch nicht, als ein Mann auftaucht und die mysteriöse Frau wegzerrt. Faith handelt nicht und wird dies später bereuen. Denn die Frau, der sie nicht geholfen hat, ist tot.

Was machst Du, wenn Du ein Leben retten kannst und es nicht tust?

Natürlich plagen Faith sofort Schuldgefühle. Sie hätte zum „Samariter“ werden können, es müssen. Dann wäre die Frau vermutlich noch am Leben. Doch die Sache wird noch schlimmer, denn die Wahrheit gerät an die Öffentlichkeit und Faith verliert das vorher vorhandene Ansehen. Letztlich sogar den Respekt vor sich selbst. Wird sie diese Schuld jemals ablegen können? Vielleicht schon, denn Faith hat noch einen zweiten Täter an jenem Abend beobachtet. In ihr wächst der Gedanke, sich selbst wieder in das rechte Licht zu rücken. Dafür wählt Faith einen riskanten Weg. Einen, der sie einiges kosten könnte.

 


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