Joanne K. Rowling wird 50

Rowling - Der SeidenspinnerSie ist eine der erfolgreichsten Autorinnen unsere Zeit und international bekannt. Ihre einzelnen Romane um einen äußerst begabten Zauberlehrling finden sich unter den am meisten verkauften Werken aller Zeiten wieder. Doch Joanne K. Rowling ist heute viel mehr als nur die Schöpferin von Mister Harry Potter. Sie ist eine Autorin, die sich auch im Krimi-Genre bestens etabliert hat und die Vorbild für viele andere ist. Joanne K. Rowling ist eine Frau, die ihre Wortgewandtheit nicht dazu genutzt hat, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Sie ist eine Frau der leisen Worte, eine Vorbotin des asketischen Erfolgsliteraten. Allein wegen dieser doch sehr positiven Charaktereigenschaft, Worte für sich sprechen zu lassen, ist sie es wert, ihr zum 50. Geburtstag beste Glückwünsche zu übermitteln.

Joanne K. Rowling – Vom kleinen Yate hinaus in die Welt

Am 31. Juli 1965 bekam die Familie Rowling Zuwachs. Man versah die Tochter mit Vornamen Joanne. Die Initiale K., die heute fest in ihrem Namen verankert scheint, fügte die Autorin in Gedenken an ihre Großmutter Kathleen später selbst hinzu. Aufgewachsen in der englischen Kleinstadt Yate entwickelte sie früh eine große Fantasie. Geformt wurde diese im Anschluss durch eine Schullaufbahn in Wales, wo Rowling ein junges Mädchen abgab, das der späteren Romanfigur Hermine Granger sehr ähnlich ist – ein Mauerblümchen mit akribischem Lernehrgeiz. Die entscheidenden Ideen, dank denen Hermine aber auch die anderen Figuren aus den legendären „Harry Potter“-Bänden entstanden, entwickelte Rowling auf einer Zugfahrt von Manchester nach London im Jahr 1990. Schon hier war ihr nach eigenen Angaben klar, welchen Umfang die Reihe einmal haben soll. Das Resultat sind sieben Teile einer Zauberer-Saga, die schließlich um die Welt ging und auch im Kino wahnsinnig erfolgreich war.

Cormoran Strike heißt ihr neuer Held

Was zunächst ein Segen war und Joanne K. Rowling zu einer der einflussreichsten Personen um die Jahrtausendwende machte, war zugleich ein Fluch für ihre weitere Arbeit als Schriftstellerin. Jeder verband sie fortan mit den Romanen um Zauberer Harry Potter, ganz ähnlich wie Kinodarsteller Daniel Radcliffe mit der Rolle. Rowling aber wollte nicht mit dem Ende der Reihe auch ihre Laufbahn als Autorin beenden. Ihr erster Roman danach scheiterte, musste sogar scheitern, obwohl er gut geschrieben war. Danach bediente sie sich eines Tricks, um wieder erfolgreich schreiben zu können. Unter dem Pseudonym Robert Galbraith brachte sie einen Kriminalroman heraus, der Eindruck hinterließ. „Der Ruf des Kuckucks“ verkaufte sich gut und erst später lüftete Rowling das Geheimnis dieses sehr ansprechenden mysteriösen Autors. Mit „Der Seidenspinner“ erschien zuletzt der zweite Roman der Serie um den Ermittler Cormoran Strike. Er ist so gesehen Rowlings neuer Erfolgsmagnet und der Beweis dafür, dass sie auch ohne Harry Potter erfolgreiche Romane schreiben kann.


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