Robert Enke – Eine bewegende Geschichte

In weniger als einem Monat jährt sich ein Todestag, der Deutschland zwischenzeitlich wachzurütteln schien. Der Freitod von Robert Enke kam überraschend, vollkommen unerwartet und nahezu jeder fragte sich: Warum? Robert Enke schien ein Mann zu sein, der alles hatte: Er führte eine glückliche Ehe, noch im Mai des Jahres adoptierten die Enkes eine Tochter, er selbst galt als aussichtsreichster Kandidat für die Nummer 1 der deutschen Nationalmannschaft bei der kommenden Weltmeisterschaft in Südafrika, was er seinen über Jahre hinweg überragenden Leistungen bei Hannover 96 verdankte. Doch Enke, so viel wissen wir heute, litt unter Depressionen, die ihn letztlich zerstörten.

Der deutsche Autor Ronald Reng, der seit Enkes Zeit beim FC Barcelona in engem Kontakt zu ihm stand, hat nach jahrelangen Gesprächen mit Enke und enger Zusammenarbeit mit seiner Frau Teresa nun ein Werk geschrieben, das durchaus als eine Art Autobiografie angesehen werden kann. Es ist keinesfalls so, dass ein Unbeteiligter über die Erfolge und die sportliche Karriere eines Fußballers spricht. Ganz im Gegenteil, denn bei Rengs Werk „Robert Enke – Ein allzu kurzes Leben“ ist die Person Robert Enke wichtiger als der Torhüter Enke. Reng schöpft seine Worte aus den eigenen Äußerungen Enkes, der sich nur wenigen anvertraute, und zeigt in erster Linie den gigantischen Druck, unter dem Enke selbst stand und der ihm letztlich zum Verhängnis wurde. Entstanden ist daraus ein bemerkenswertes Buch über eine beeindruckende Persönlichkeit.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter