Pulitzer Preis erstmals auch für Online-Publikation

pulitzer preisDer Pulitzer Preis ist für einen Journalisten so etwas wie der Nobelpreis für den Wissenschaftler. Es ist wohl die höchste Ehrung, die man sich in diesem Berufsstand wünschen kann und dieses Jahr wurde sie zum ersten Mal auch an eine Online-Publikation vergeben. Schon merkwürdig, wenn man bedenkt, wie lange es schon das Internet gibt und die zahlreichen Berichte. Doch der Pulitzer Preis ist eben etwas später ins moderne Zeitalter eingetaucht.

In der Kategorie investigativer Journalismus zeichnete das zuständige Gremium der School of Journalism die Ärztin Sherri Fink für ihre Schilderung der Ereignisse in einem Krankenhaus in New Orleans aus, nach den verheerenden Unwettern um Hurrican Katrina. Die Story The Deadly Choices at Memorial über das Memorial Medical Center veröffentlichte sie 2007 in dem neu gegründeten Journalismusprojekt ProPublica in Kooperation mit der New York Times, die den Preis damit auch zur Hälfte erhält.

Die Organisation versteht sich selbst als Non-Profit-Journalism, der den investigativen Journalismus in den USA fördern soll. Dank jährlicher Stiftungsgelder von 10 Millionen kann das Projekt sich auf den Journalismus konzentrieren, ohne sich allzu sehr über Geschäftszahlen Gedanken machen zu müssen.

In ihrem Artikel, der gut 400.000 Dollar und zwei Jahre Recherchearbeit gekostet haben soll, geht die Autorin vorwiegend der Frage nach, ob die Ärzte damals die Betroffenen vorsätzlich von ihrem Leiden „erlöst haben“.


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