Professor Layton – von geheimnisvollen Dörfern und diabolischen Schatullen

Denkspiele gibt es auf dem Nintendo DS inzwischen, wie Sand am Meer. Die Auswahl reicht von Sudoku, Gehirnjogging über Schultrainern, bis hin zu einfachen Knobelaufgaben. Doch wirklich spannend und fordernd sind diese Programme selten und schnell ist man geneigt, das Spiel zu beenden und wieder ein spannendes Adventure oder ein unterhaltsames Jump’n’Run in den DS zu stecken. Wäre es da nicht wesentlich besser, wenn man Denk- und Knobelaufgaben verbinden und in eine interessante Story stecken würde? Genau das ist der Kerngedanke der „Professor Layton“-Reihe.
Hier werden knifflige Rätsel in einer wunderbar atmosphärischen Art präsentiert und über eine spannende Geschichte miteinander verknüpft.

Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf


Im ersten Abenteuer von Professor Layton und seinem jungen Lehrling Luke geht es um die Suche nach einem Golden Apfel, dem Erbstück eines verstorbenen Barons, der im geheimnisvollen Dorf Saint-Mystère gelebt hat. Während der Suche muss der berühmte Archäologe immer wieder knifflige Rätselnüsse knacken, die ihm die seltsamen Dorfbewohner stellen; andernfalls würden sie ihm nicht bei der Suche helfen. Neben Schieberätsel und Zahlenknobeleien warten unter anderem viele Logik-Rätsel darauf, gelöst zu werden. Bis der vermeintliche, goldene Apfel gefunden und das Mysterium und das geheimnisvolle Dorf gelöst ist, vergehen viele Stunden und selbst nach dem Spielende können noch weitere, besonders schwere Rätsel geknackt und sogar neue über Wi-Fi heruntergeladen werden.


Professor Layton und die Schatulle der Pandora


Auch im zweiten Teil der Serie dreht sich wieder alles um das Lösen kniffliger Rätsel, die sich in Hülle und Fülle in einer spannenden Geschichte verbergen. Diesmal wird die geheimnisvolle Schatulle der Pandora gesucht, die jeden Menschen töten soll, der sie öffnet. Natürlich glaubt der clevere Professor zunächst nicht an so einen Hokus-Pokus und stürzt sich mit seinem Lehrling Luke abermals in ein waghalsiges Abenteuer. Wiederum begegnen die Beiden seltsam skurrilen Personen, die ihnen noch skurrilere Aufgaben stellen. Die Rätselarten sind enorm vielfältig und reichen von Logikproblemen über Schiebepuzzles, Aufgaben zum räumlichen Vorstellungsvermögen, Zahlenreihen, Entschlüsseln von Codes, Labyrinthe und technische Spielereien bis zu klassischen Rätseln wie Varianten des ‚Turms von Hanoi. Wie bereits im ersten Teil, geht das Rätselraten nach dem Finale weiter und durch Wi-Fi lassen sich ebenfalls wieder neue Rätsel herunterladen.

Die Charaktere, allen voran der Professor und sein Lehrling selbst, sind durchweg liebevoll gestaltet und passen perfekt zu ihren individuellen Charakteristika: So trägt Gentleman Layton stets einen eleganten Zylinder und einen noblen Mantel, während eine versnobte, hochnäsige Baronesse eben so versnobt und hochnäsig gezeichnet ist, wie man sie sich nur vorstellen kann. Die gesamte Comicgraphik ist sehr stimmig und wirkt wie eine Mischung aus „Tim und Struppi“ und den Animes der Ghibli-Studios; der Soundtrack ist wirklich wunderschön inszeniert und reicht von einer ruhigen Spieluhr-Melodie (bei den Rätseln) bis hin zu einem dramatisch orchestrierten Musikstück an den Climax-Punkten. Sehr gut umgesetzt ist ebenfalls die TouchPen-Steuerung, die in allen Rätseln zum Einsatz kommt und eine leichte Navigation durch die verschieden Schauplätze der Geschichte erlaubt.


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    15.10.2010
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