Preis der Leipziger Buchmesse 2012 – die Nominierten der Kategorie Belletristik

Im März ist es wieder soweit, auf der Leipziger Buchmesse wird wieder einmal einer der begehrtesten deutschen Literaturpreise verliehen. Mit ein wenig Glück und der richtigen Antwort auf die Frage des diesjährigen Specials zur Leipziger Buchmesse können auch Sie dank buecher.de vor Ort sein. Vergeben wird der Preis unter anderem in der Kategorie Belletristik, weshalb wir die vier Autoren und eine Autorin, die sich berechtigte Hoffnungen machen dürfen, vorstellen wollen.

„Im Kasten“ von Jens Sparschuh

Hauptprotagonist Hannes Felix hat ein simples Prinzip, Ordnung ist das halbe Leben. Obwohl, eigentlich ist es sein ganzes. Vollkommen egal, ob seine Frau ihn nach jahrelanger Liebe verlässt, Hannes denkt nur an die Ordnung in ihrem gepackten Koffer. Damit gibt er den Startschuss für ein amüsantes Buch, in dem es vor allem um eines geht – ein wenig Ordnung in eine durchweg konfuse Gesellschaft zu bringen.

„Sand“ von Wolfgang Herrndorf

Autor Wolfgang Herrndorf schafft es in seinem aktuellen Stück zwei weit entfernte Orte auf der Welt in einer perfekten literarischen Symbiose miteinander zu vereinen. Während in München die Olympischen Spiele 1972 durch Palästinenser gefährdet werden, passieren in der Sahara eigenartige Dinge. In einer Hippie-Kommune sterben vier Leute, ein Geldkoffer wird entwendet und irgendwie scheint auch der leitende Kommissar völlig fehl am Platz.

„Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen“ von Thomas von Steinaecker

Der Name des Autors scheint noch gemeistert werden zu können, beim Titel des Werkes kann man schon einmal ins Stottern geraten und das, obwohl es sich beim Werk nicht einmal um einen so abstrusen Stoff handelt. Für Renate Meißner geht es vor allem darum, sich nach ihrer Versetzung darüber klar zu werden, worum es im Leben geht und wie weit entfernt die unerreichbaren Grenzen sind. Welche Risiken sind möglich, was real und was Phantasie?

„Am Schwarzen Berg“ von Anna Katharina Hahn

Die einzige Dame unter den Vertreterinnen ist Anna Katharina Hahn und ihr Werk zählt ganz sicher zu den heißesten Anwärtern. Die Geschichte, die sie erzählt, ist die des jungen Peter, der nach Verlust seiner großen Liebe in seine alte Heimat zurückkehrt und verkrampft versucht, einen Weg zurück ins Leben zu finden. Ihm dabei zur Hilfe steht neben den Eltern auch ein benachbartes Ehepaar, das mit aller Macht versucht, Peter zurück aus der Verwahrlosung zu führen.

„Ein weißes Land“ von Sherko Fatah

Bliebe noch die historische Geschichte von Sherko Fatah, der Araber Anwar wird in den 1930ern zwischen die Fronten geschickt. Eigentlich hat dieser mit Politik nichts zu tun, doch als der Zweite Weltkrieg ausbricht, verfällt er den dunklen Machenschaften nationalsozialistischer Gruppierungen im Irak. Nach der Flucht nach Berlin beginnt das Szenario noch verschleierter zu werden und Anwar findet sich in einer Welt wieder, die seine Träume nicht erfüllen kann.


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