Selten hat man eine Band so blitzschnell multimedial wahrnehmen können und müssen wie Unheilig vor zwei Jahren. Der anfängliche Verdacht, dass es sich hierbei nur um eine kurzfristige musikalische Modeerscheinung handeln würde, zerstreute sich nur schleppend. In der Vergangenheit gab es immer wieder Hits, die mit einer morbiden Romantik kokettierten – eine Wiederholung jenes Erfolges jedoch selten. Bei „Wir sind geboren um zu leben“ war man vordergründig von dieser wunderbar tiefen Stimme fasziniert, die klang wie die eines altersweisen Märchenerzählers. Spätestens als der Refrain zusätzlich von einem Kinderchor hymnenartig und eindringlich wiederholt wurde, war man auch im Text angekommen. Wann auch immer Musik zur ignorierbaren Nebensache, ein plänkelndes Einerlei wird, dann gibt es immer auch ein Lied, das jeder unbewusst mitsingt. Im Februar 2010 lieferten Unheilig mit der Veröffentlichung ihres Albums „Große Freiheit“ ihren Beitrag zur kollektiven Gesangsstunde.
Die Kinowelt der letzten Jahre war auffällig geprägt von mehrteiligen Comic-Verfilmungen aus dem Hause „Marvel“ und einem immer langweiliger werdenden Prestige-Ping-Pong, der scheinbar einzigen Schauspieler Amerikas Clooney und Pitt. Die Unterhaltungsbranche hat sich der Lebensmittelindustrie angenähert und produziert Entertainment-Fastfood am Fließband, bei dem Besonderheit zur müde belächelten Gemüsebeilage verkommt. Da war es nur eine Frage der Zeit, dass ein findiger Hollywood-Produzent über den atlantischen Tellerrand schauen würde, um den europäischen Geschmack zu Rate zu ziehen.
Das wahre Leben zeigt manchmal Geschichten, die für mich viel beeindruckender sind, als es irgendwelche ausgedachten Szenarien je leisten könnten. Deshalb liegen mir auch solche Werke am Herzen, die zwar als Roman deklariert werden, aber eben mehr aus den eigenen Erfahrungen als aufgrund fiktionaler Einfälle resultieren. Helmut Kuhn hat im heutigen Buchtipp „Gehwegschäden“ eigentlich nichts anderes gemacht als ein Werk geschrieben, in dem es um eine aktuelle Sache geht – den langsamen Verfall unserer Gesellschaft. Unter dem Schleier der persönlichen Lebensgeschichte des fatalistisch denkenden Journalisten Thomas Frantz stellt er so eine Problematik in den Vordergrund, die allein durch ihre bloße Beschreibung zum Nachdenken anregt.
Wenn es darum geht, ein großen Literaturpreis zu vergeben, wird immer schon Wochen, gar Monate vorher darüber spekuliert, wer denn die Auszeichnung verdient hat. Sehr häufig gewinnt dabei dann jemand, den man gar nicht auf den oberen Plätzen und somit zu den heißesten Kandidaten gezählt hat. Denken wir nur mal an den letzten Literaturnobelpreisträger. Bei der Leipziger Buchmesse werden auch große Preise verliehen und auch, wenn es sich dabei nicht um den Preis der Schwedischen Akademie handelt, darf man bereits eifrig über einen Sieger spekulieren. So werfen wir heute mal einen Blick auf die Nominierten der Kategorie Übersetzung.
Der Mensch liest und das ist gut so. Ich bin mir ganz sicher, dass wir Menschen wesentlich ungebildeter durchs Leben wandeln würden, wenn wir nicht ab und zu mal ein Stück Literatur aufsuchen. Umso schöner sind Initiativen wie „Leipzig liest“, Europas größtem Lesefestival, bei dem sich gleich die ganze Stadt der kulturellen Ekstase hingibt. Als Ergänzung zur Leipziger Buchmesse 2012 haben die fast 3000 beteiligten Autoren und Mitwirkende zahlreiche Events und Veranstaltungen auf dem Plan, die allesamt das Thema Lesen als oberstes Gut behandeln. buecher.de unterstützt dieses große Engagement und möchte jedem Lesefreund die Chance geben, die ganz eigenen Leseerfahrungen zu präsentieren.
Welchen Wert hat ein einziger Mensch im Vergleich zu allen Lebewesen im Universum? Lohnt es sich, zu kämpfen, obwohl die Niederlage unausweichlich scheint? Und kann eine einzelne Person alle Völker des Universums einen, um sie gegen einen übermächtigen Feind ins Feld zu führen, der nicht weniger als die restlose Auslöschung allen Lebens zum Ziel hat? Heute erscheint Mass Effect 3, der letzte Teil der erfolgreichen Science-Fiction-Rollenspiel-Saga und verspricht allen Fans ein furioses Finale und einen würdigen Abschluss der Serie.
Politikfilme sollten eines tun, sie sollten berühren und vor allem zum Nachdenken anregen. Genau das schafft „Die vierte Macht“, der am Donnerstag auf den Kinoleinwänden des Landes zu sehen sein wird. Unter der Regie von Dennis Gansel, der unter anderem „Die Welle“ in seiner Vita zu stehen hat, ist es vor allem der charismatische Moritz Bleibtreu, auch schon aus dem Politikthriller „Der Baader Meinhof Komplex“ bekannt, der einen Kinobesuch rechtfertigt. Dies schafft aber auch eine zeitnahe und durchgängig authentisch wirkende Handlungsszenerie, die den einen oder anderen in die Irre treiben wird.
Sie ist zurück, die deutsche Antwort auf die Frage, was richtig gute Laune macht. Mit zwölf neuen Tracks meldet sich die Elektropop-Gruppe MIA. um die Sängerin Mieze Katz eindrucksvoll zurück und so darf man sich bereits auf den Freitag dieser Woche freuen, an dem mit „Tacheles“ das mittlerweile fünfte Album der Band veröffentlicht wird. Die bisher erfolgreichsten Single-Auskopplungen „Tanz der Moleküle“ und „Mein Freund“ schafften es immerhin unter die deutschen Top20 und sind dem einen oder anderen ganz sicher noch als Ohrwurm erhalten geblieben. Die Gruppe macht seit knapp 15 Jahre gemeinsam Musik und auch wenn sich die Zusammensetzung verändert hatte, bleibt man stets dem eigenen flippigen Stil treu. Mit „Tacheles“ schaffen die vier nun einen weiteren Meilenstein.
Sie rückt immer näher, die Leipziger Buchmesse 2012 und natürlich soll sie auch in dieser Woche unser ganz besonderes Augenmerk erhalten. Nachdem wir uns beim letzten Mal den neuen Errungenschaften der Belletristik gewidmet hatten, werfen wir in dieser Woche einen Blick auf die Nominierten in der Kategorie Sachbuch. Dank des buecher.de und Marco Polo Reisespecials können auch sie die größten Werke des Jahres vor Ort begutachten, vorausgesetzt Sie können Leipzig geografisch einordnen.
Es gab eine Zeit, in der mich Cecilia Ahern verfolgte. Kein Nachttisch, auf dem ich ihr Erstlingswerk „P.S. Ich liebe Dich“ nicht gesehen hätte. Die Sitze der Straßenbahn waren plakatiert mit blauen Buch-Covern und die zumeist weiblichen LeserInnen starrten nach jedem dritten Satz gedankenversunken und mit glasigen Augen aus dem Fenster. Es ist keine Übertreibung, wenn ich sage, dass Cecilia Ahern ein weltweites literarisches Lauffeuer gezündet hatte, auf das auch Hollywood reagierte und die Geschichte im Jahr 2007, natürlich mit Starbesetzung, überaus erfolgreich verfilmte. Auch ihre folgenden Veröffentlichungen fanden, bei Lesern und Kritikern gleichermaßen, große Beachtung.
Audio-Gewinnspiel zur Frankfurter Buchmesse Tag 10: Ganz sicher sind die Hungerspiele im Fantasy-Werk „Die Tribu... http://t.co/DyPWO5PT
Filmtipp: Abraham Lincoln – Vampirjäger: Es ist ein wahnsinnig große Bürde mit dem Amt des US-amerikanischen Prä... http://t.co/xS8fbVYP
Heute startet das 4-teilige Historiendrama "Die Säulen der Erde" um 20:15 auf SAT.1, basierend auf dem Bestseller... http://t.co/mVwKrcBw
Audio-Gewinnspiel zur Frankfurter Buchmesse Tag 9: Ganz schön bewegend, wie aufopferungsvoll Harold Fry sich que... http://t.co/t9Nq6B08
Ursula Krechel gewinnt mit „Landgericht“ den Deutschen Buchpreis 2012: Am gestrigen Abend begrüßte Prof. Dr. Got... http://t.co/rPHSLNYu
Besitzt ihr eigentlich Bücher, die euch so gut gefallen haben, dass ihr sie gleich ein zweites oder sogar ein drittes mal gelesen habt?
Elias Canetti – Die Stimmen von Marrakesch: Viele Menschen lieben es Geschichten und Eindrücke aus Regionen zu h... http://t.co/3XxlByuQ
Das Warten hat ein Ende - soeben wurde der begehrte Deutsche Buchpreis 2012 vergeben.
Wir gratulieren Ursula... http://t.co/TAP1p4RW
Heute Abend ab 18:00 Uhr findet die Preisverleihung des Deutschen Buchpreis 2012 statt. Hier könnt Ihr dieses... http://t.co/fgEqjBo4
Audio-Gewinnspiel zur Frankfurter Buchmesse Tag 8: Drei Tage lang haben wir nach den teilweise sehr bildlichen E... http://t.co/saQ1hfxP