Otto ist ein Nashorn – Unser Filmtipp

Otto ist ein NashornDänemark ist nicht nur Hoheitsgebiet eines der bekanntesten Prinzen, über die jemals geschrieben wurde. Nein, im Land der Olsen-Bande gibt es noch einiges mehr als einen „Hamlet“. Unsere Nachbarn haben gerade im Bereich der Kinderliteratur bereits so manches, internationales Autorengesicht hervorgebracht. Märchen wie „Die Schneekönigin“ oder „Die Prinzessin auf der Erbse“ machten Hans Christian Andersen zur Legende. Zumindest von Odense bis Kopenhagen gilt das auch für Ole Lund Kirkegaards Kinderbuch „Otto ist ein Nashorn“ aus dem Jahr 1972. Nach einer Realfilm-Adaption in Dänemark Anfang der 1980er hat sich Regisseur Kenneth Kainz nun an einer Animationsverfilmung versucht und dabei voll ins Schwarze getroffen.

Otto ist ein Nashorn, das von der Wand kommt

Als Aufhänger von „Otto ist ein Nashorn“ dient etwas, das man aus vielen Kindergeschichten bestens kennt – Die Phantasie eines kleinen Jungen, der nur wenige Kontakte im sozialen Umfeld besitzt. Genau das trifft auf den zehnjährigen Topper (Stimme: Lasse Guldberg Kamper) zu. Sein Vater verbringt viel Zeit auf der See, ist kaum für den Kleinen da. So sind es ausschließlich die Mutter (Kaya Brüel) und sein bester Freund Viggo (Nikolai Aamand), mit denen er schöne Erfahrungen sammelt. Eines Tages findet Topper einen magischen Bleistift, der alles zum Leben erweckt, was man mit ihm an eine Wand malt. Topper zeichnet ein gelbes Nashorn in sein Kinderzimmer im dritten Stock und kurz danach erwacht Otto gemäß der Macht des Stifts zum Leben.

Otto ist ein Nashorn – Eine Attraktion in der Nachbarschaft

Interessanterweise kann nicht nur Topper Otto wahrnehmen. Schnell wird das gelbe Rhinozeros zum Helden in der gesamten Nachbarschaft. Dort sorgt der Dickhäuter für reichlich Furore, allein beim Auffressen der Vorhänge in Toppers Zimmer belässt er es keinesfalls. Während die Kids von Otto naturgemäß begeistert sind, wird er für Polizei und Behörden zum echten Problemfall. So ein Nashorn, wie Otto es ist, gehört halt irgendwie nicht in die Zivilisation. Starker Fokus liegt im Übrigen aber nicht nur auf dem Vierbeiner, denn ebenso wichtig ist Topper, aus dessen Phantasie ja Otto einst entstanden war. Der Junge ist nämlich über beide Ohren in seine Mitschülerin Sille (Asta Danielsson) verknallt und hat für die Probleme, die durch Otto entstehen, wenngleich diese sehr lustig sind, eigentlich gar keine Zeit. Zusammen ergibt das eine lustige Geschichte, bei der in erster Linie die ganz kleinen Kinogäste voll in den Genuss kommen werden.

 


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