Buchtipp: Otfried Preußler – Der Meister der Kinderliteratur

Manche Menschen scheinen in irgendeiner Art und Weise ganz besondere Fähigkeiten zu haben, sie sind in einem ganz eigenen Bereich den anderen um vieles voraus. Auch Otfried Preußler gehört zu diesen Menschen, seine große Fähigkeit liegt darin, großartige Kindergeschichten zu Papier zu bringen und damit Millionen Leser für sich zu begeistern. Wenn wir von Preußlers Werk sprechen, denken wir an „Krabat“, den „Räuber Hotzenplotz“ oder an „Der kleine Wassermann“. Ich persönlich denke aber noch an zwei andere Stücke, in denen sich die ganze Genialität ihres Meisters widerspiegelt.

Die kleine Hexe“ war mein erstes Werk von Preußler, für Unbekannte sei vorab eine enge Parallele zu „Caspar“ zu benennen, eben jenem guten Geist, der anders als seine drei Verwandten eine gute Seele in sich trägt und deshalb von diesen stets schikaniert wird. Der kleinen Hexe geht es nicht anders, sie ist erst 127 und wird von den älteren Exemplaren ausgelacht und nicht für voll genommen. Um sich bemerkbar zu machen, versucht sie sich als gute Hexe, ein Abenteuer mit tollen Erlebnissen beginnt.

Auch „Das kleine Gespenst“ hat es nicht leicht, so wird auch dieser Titelheld kaum für voll genommen. Ein Schloss in Oldenburg ist seine Heimat, genau jene Stadt ist es dann auch, die den Spuk eines dunklen Tagesgespenstes ertragen muss. Kommt die Sonne heraus, wird der weiße Geist zum schwarzen Gespenst. Dunkel in seiner Erscheinung und dennoch nicht böse. Das ist der Charakter des Gespenstes, das sich nichts mehr wünscht als jemanden, der es gern hat.


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