And the Oscar goes to …

BirdmanGroße Gewinner, die emotionale Reden hielten, als sie auf die große Bühne traten und ihren Goldling entgegennehmen durften und einige Verlierer, denen die Enttäuschung spürbar anzusehen waren. Ein Moderator, der sich schon vorab als die richtige Wahl erwies und fast blank zog sowie ein Showprogramm, das mal wieder für große Unterhaltung sorgte. Die Oscars 2015 gingen um die Welt. Das Dolby Theatre entpuppte sich in der vergangenen Nacht mal wieder als gigantische Sammelstelle für die ganz Großen des Filmgeschäfts. Mit „Birdman“ und „Grand Budapest Hotel“ gab es vorher zwei große Favoriten, beide freuten sich abschließend über vier Oscars. Die Überraschung des Abends war das Musikdrama „Whiplash“, Damien Chazelles Werk erntete insgesamt drei Trophäen.

Birdman holt die Königskategorien

Der ganz große Sieger hieß am Ende ohne Frage „Birdman“. Zwar blieb Michael Keaton der Oscar für den Besten Hauptdarsteller verwehrt, die Tragikomödie aber gewann unter anderem in den Königskategorien Beste Regie und Bester Film. Hinzu kamen noch Auszeichnungen für das Beste Originaldrehbuch und die Beste Kamera. Ebenfalls vier Oscars gab es für „Grand Budapest Hotel“ (Bestes Szenebild, Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up und Beste Filmmusik). Satte drei Ehrungen heimste „Whiplash“ (Bester Schnitt, Bester Ton und Bester Nebendarsteller) ein. Die anderen vielfach Nominierten Filme wie „The Imitation Game“, „American Sniper“ oder „Boyhood“ gingen mit jeweils einer Trophäe verhältnismäßig leer aus. Wim Wenders, der für seinen Dokumentarfilm „Salz der Erde“ nominiert war, konnte sich nicht durchsetzen.

Ein Quartett, das so niemand auf der Rechnung hatte

Während die Einstufung von „Birdman“ als Bester Film keinen so wirklich überraschen konnte, sind die Schauspielereinzelehrungen schon ein wenig unerwartet. Am ehesten vermuten konnte man noch Julianne Moore, die für ihre Darbietung in „Still Alice“ als Beste Hauptdarstellerin das Dolby Theatre verließ. Ihr Pendant heißt Eddie Redmayne – Bester Hauptdarsteller für seine Rolle in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“. Gegen äußerst starke Konkurrenz behauptete sich Patricia Arquette, die dank „Boyhood“ zu Besten Nebendarstellerin wurde. Komplettiert wird das Quartett, das so niemand auf dem Schirm hatte, durch J. K. Simmons („Whiplash“). Zusammen waren sie die herausragenden Personen des Abends, durch den Neil Patriick Harris abwechslungsreich führte. Auch, wenn ihm nicht jeder Gag gelang, entpuppte er sich als ausgezeichnete Wahl.


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