Noah – Unser Filmtipp

NoahDie Meinungen über das beste Buch aller Zeiten gehen weit auseinander. Dabei gibt es eine Geschichtensammlung, die über allen thront und seit etwa zwei Jahrtausenden das menschliche Denken beeinflusst. So bemerkenswert das Schaffen der Herren Shakespeare, Goethe und Tolkien auch ist, keines ihrer Werke kommt an die Bibel heran. Immer wieder gab es Debatten über den Inhalt der Schrift, sie wurde als Grundlage für Kriege und Mordtaten benutzt. Dennoch aber haben ihre Botschaften bis ins 21. Jahrhundert überlebt. Eine der wohl bekanntesten Bibelgeschichten findet sich im 1. Buch Mose des alten Testaments, dem so genannten Genesis. Hier ist die Rede von einem Mann namens Noah, der vom Gott dazu ausgewählt wurde, um eine Arche zu bauen und so die große Sintflut zu überleben. Kultregisseur Darren Aronofsky („The Wrestler“ und „Black Swan“) bringt die Geschichte nun auf die Leinwand und erfüllt sich mit „Noah“ einen Lebenstraum.

Noah – Ein Russell Crowe in Glanzform

Wenngleich Mister Aronofsky bei seiner Adaption des biblischen Stoffes viele eigene Interpretationsansätze miteinfließen lässt und sich nicht immer hundertprozentig an die Überlieferung hält, profitiert er beim Leinwandepos des Frühjahres davon, dass der Plot vielen Menschen bekannt sein dürfte. Neben der Geschichte an sich versteht es auch Russell Crowe („Les Miserables“) in der Rolle des Noah auf kompletter Bandbreite zu überzeugen. Von Gott auserwählt, wird Noah nachts von Visionen der bevorstehenden Apokalypse geplagt. Der zehnte Urvater nach Adam und laut biblischer Geschlechterfolge gleichzeitig zehnter Vorfahre Abrahams erhält von Gott die Chance, verschont zu werden. Dem lasterhaften Leben auf der Erde mit Lug und Trug, Mord und Totschlag möchte der Allmächtige ein jähes Ende bereiten. Noah, seine Familie und jeweils zwei Exemplare aller Tiere sollen davon ausgenommen werden.

Noah – Großes Epos als Blockbuster-Spektakel

Noahs Besessenheit von seinem Status als Auserwählter sowie der unglaubliche Willen, seine Familie vor dem nahegelegenen Ende zu bewahren, münden in die Urkraft, die er beim Bau seiner Arche aufbringt. Gemeinsam mit Ehefrau Naameh (Jennifer Connelly, die bereits in „A Beautiful Mind“ Crowes bessere Hälfte mimte), den Söhnen Ham (Logan Lerman) und Shem (Douglas Booth) sowie ihrer Freundin Ila (Emma Watson) tüftelt er an einem Gebilde, das den Wassermassen trotzen soll. Regisseur Aronofsky hat bei der Auswahl seiner Darsteller große Klasse bewiesen, denn alle können ihren biblischen Figuren großartiges Leben einhauchen. Das gilt übrigens auch für Oscarpreisträger Anthony Hopkins („Das Schweigen der Lämmer“), der in der Rolle des Methuselah mal wieder seine Fähigkeiten als Greis unter Beweis stellen darf. So avanciert „Noah“ nicht zuletzt dank der herausragenden Schauspieler zu einem sehenswerten Blockbuster, der eine Zeit der biblischen Hollywoodverfilmungen grandios einleitet. Unter anderem stehen Produktionen wie „Exodus“ (Ridley Scott), „Goliath“ (Scott Derrickson) und „Gods and Kings“ (Ang Lee oder Steven Spielberg) auf dem Programmplan.


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  1. […] dem Bibelepos „Noah“, das derzeit auf der Kinoleinwand für Furore sorgt, soll ein neues Zeitalter […]

    8.04.2014
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