Musiktipp: Pink – The Truth About Love

Pink - The Truth About LoveWenn man die einstige Rockgöre Pink mit der mittlerweile 33-Jährigen des Jahres 2012 vergleicht, lässt sich so spontan kaum eine Gemeinsamkeit feststellen. Das Haar wird nicht mehr ausschließlich in besagter Farbe getönt, mit welcher sie Anfang des Jahrhunderts für gesellschaftliches Aufsehen sorgte. Auch die schrillen Töne und Texte scheinen der reiferen Pink abhanden gekommen zu sein, denn im Jahr 2012 brilliert sie mit absoluter Ausgeglichenheit in der Stimme. Einen Anteil daran hat vielleicht ihre Tochter Willow Sage, die sie im vergangenen Jahr auf die Welt brachte. Pink scheint gereift, irgendwie auch heimisch und vor allem sehr glücklich zu sein. Dies sorgt für eine Veränderung ihrer Erscheinung. In Sachen Musik mag sie auch den ein oder anderen Wandel vollzogen haben, musikalisch unterhaltsam bleibt sie aber auch bei ihrem neuen Album „The Truth About Love“, das einmal mehr den Menschen Pink in seiner ganzen Vielseitigkeit präsentiert.

Seit sie 15 ist, nennt man sie Pink

Wenn man früh im Leben viel Leid ertragen muss, kann man daran zerbrechen. Man kann sich aber auch aufrichten, das Leben in eine neue Richtung schieben und Erfolge sammeln wie Pink. Als die bürgerliche Alecia Beth Moore ihren Namen veränderte und man sie fortan nur noch unter dem heute bekannten Pseudonym kannte, war sie bereits mit Drogen jeder Art in Verbindung getreten. Es musste eine Überdosis sein, die sie zurück ins Leben holte und sie seit 1995 Abstand von den Suchtmitteln nehmen ließ. Die Gedanken über dieses und auch andere Erlebnisse ihrer Jugend ließ Pink stets in ihre Tracks einfließen. Auch das sechste Studioalbum macht da keine Ausnahme und möchte nach vier langen Jahren Wartezeit wieder so richtig einheizen. Scheinbar nur geht es um Liebe, in Wahrheit steckt noch einiges mehr in der Scheibe.

Siebzehn Songs mit Tiefe und jeder Menge Pfeffer

Natürlich gibt es ruhige Töne, Pink ist schließlich gereift. „Walk Of Shame“ und der Kummersong „The Great Escape“ wären hier zu nennen. Manche der Songs hätten aber auch perfekt zur letzten Platte der Sängerin passen können („True Love“ oder „Is This Thing On?). Während sie sich bei diesen auf die alten Stärken verlässt, zeigen Songs wie die zweite Singleauskopplung „Try“ eine neue Pink – eine mit einer kaum vergleichbaren Tiefe in den Zeilen. Ein Highlight für alle Ohren bietet in jedem Fall das Feature von Rapper Eminem bei „Here Comes The Weekend“. So drängt sich der Mann aus Detroit immer mal zwischen den Gesang des Hauptacts und rundet die Platte so bestmöglich ab.

 


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