Musiktipp: Jay-Z – Magna Carta Holy Grail

JayZ_MagnaCartaHolyGrailSelten wurde dem Musikfan die neue Scheibe eines ihrer Idole im Vorfeld so tatkräftig angepriesen wie im Fall der neuen Platte von Rapmogul Jay-Z. In der Tat waren es lange vier Jahre, in denen man vom Rapper musikalisch gesehen keine Eigenproduktionen zu hören bekam. Als Featureartist blieb er zwar weiter präsent und gern gesehener Kollege. Seine neue LP, die auf den klangvollen Namen „Magna Carta Holy Grail“ getauft wurde, ist aber doch schon als eine Art Segen zu sehen. Der 14fach prämierte Grammygewinner versucht seine mittlerweile auf neun Scheiben ausgedehnte Platz-1-Strähne so um ein weiteres Exemplar auszudehnen.

Millionenschwer und verdammt talentiert

Es ist kein Zufall, dass Jay-Z zu den einflussreichsten Personen auf der Welt zählt. Der Rapper, Produzent, Plattenboss, Nachtclubbesitzer, Modelabelchef und Anteilseigner des NBA-Clubs Brooklyn Nets verfügt über ein geschätztes Vermögen von einer halben Milliarde Dollar. Das Geld jedoch ist nicht allein der Grund, warum der New Yorker Straßenjunge Shawn Corey Carter heute so populär ist. Vielmehr ist es die Tatsache, dass er das ausspricht, was viele Anhänger denken. Er ist ein Sprachrohr der Jugend und besitzt auf das Gedankengut vieler mehr Einfluss als der US-Präsident. Selbstverständlich hängt das auch mit seinen musikalischen Botschaften zusammen. Sechzehn von ihnen hat er auf das neue Album gepackt, einige namenhafte Artisten verleihen dem Werk eine gewisse Perfektion.

Justin Timberlake, Beyonce und Frank Ocean

Dass Gattin Beyonce Knowles in „Part II“ zu hören ist, mag keinen verwundern. Der Inhalt des Tracks wirkt aber schon recht persönlich. Ein gemeinsamer Rückblick auf die Schwierigkeiten, die sich ihnen gerade zu Beziehungsbeginn in den Weg stellten, der äußerst klangvoll daherkommt. „La Familia“ darf durchaus als ein kleiner Seitenhieb auf Lil Wayne gewertet werden.  „BBC“ mit Nas, Justin Timberlake, Pharrell Williams und Timberland zeigt ganz unverfroren, dass für viele Teenager heute die Musik als große Informationsquelle dient. Ein echtes Highlight bietet auch „Oceans“ mit dem Soulvirtuosen Frank Ocean, der Eingangstrack „Holy Grail“ mit Justin Timberlake macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Dass Samsung dem Rapstar vorher eine Million Downloads für jeweils 5 US-Dollar abkaufte, um die Tracks per App an seine Nutzer zu verschenken, ist auch so ein Beispiel für das Marketinggenie Jay-Z. So bekommt man in die ohnehin schon prall gefüllten Taschen mal eben 5 Millionen, bevor die Platte überhaupt auf dem Markt erscheint. Clever der Mann und ein Musiker, dem Anerkennung gebührt.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter