Musiktipp: Dirty Projectors – Swing Lo Magellan

Unsere Gesellschaft hat sich mehr oder weniger dahingehend optimiert, dass sie dazu in der Lage ist, viele Dinge zu einer Gruppe zusammenzufassen. Wir sind der Meinung uns damit das Leben zu erleichtern und packen folglich viele Sachen in unterschiedliche Schubladen, wobei wir selbst nie in einer landen wollen. In Bezug auf Musik versuchen wir ebenfalls, die verschiedenen Erzeugnisse Genres und einzelnen Stilen zuzuordnen. Wer möchte, darf dies auch beim heutigen Musiktipp versuchen, ich bin dazu nicht in der Lage. Was genau sich hinter dem neuen Album „Swing Lo Magellan“ von den Dirty Projectors verbirgt, lässt sich nicht so einfach sagen – es ist irgendwie ein Stück aus jeder Schublade.

Vielschichtige Abwechslung

Dass Songwriter David Longstreth nicht gerade zu jenen Zeitgenossen gehört, die Dinge aussprechen und aufschreiben, welche wirklich jeder versteht, weiß man schon von den vergangenen Alben. Gepaart wird diese Verwirrung mit dem für die Band typischen Unvollkommenen. Gerade kleine Fehler in Sachen Sound sind es, dank denen dieser Longplayer sich von anderen Vertretern der Musikbranche abhebt und deshalb ganz besondere Beobachtung verdient. Menschlich wirken die insgesamt zwölf Tracks, sowohl in ihren kleinen Makeln als auch in der Vielschichtigkeit, die alle Songs auszeichnet. Einige Teile erinnern an die Akustik der 60er-Jahre, andere wiederum tragen moderne Elemente. In Verbindung mit teilweise schrägen Melodien und der unnachahmlichen Gesangskurve von Longstreth beweisen die Dirty Projectors einmal mehr, was möglich ist, wenn man anders ist.


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    13.07.2012
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