Über uns der Himmel, unter uns das Meer von Jojo Moyes – Unser Buchtipp

Moyes - Über uns der Himmel, unter uns das MeerIn den letzten Wochen haben wir im Blog viel über spannungsgeladene Lektüre gesprochen. Eisige Thriller und Krimis zu den derzeit herrschenden eisigen Temperaturen. Doch, wenngleich die ersten Monate des Jahres viele solcher Stücke hervorgebracht haben, gibt es natürlich auch Neuerscheinungen anderer Genres. Die beliebte und durchaus erfolgreiche Autorin Jojo Moyes beispielsweise lässt auch mal wieder von sich hören und das im gewohnten Format. „Über uns der Himmel, unter uns das Meer“ ist ein sehr gefühlvoller Roman, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg spielt und gemäß der Schreibart von Jojo Moyes bewegende Schicksale vorstellt.

Ein neues Kapitel eines alten Lebens

Es ist das Jahr 1946. Auch auf dem australischen Kontinent sind die Folgen der verheerenden globalen Kämpfe zu spüren. In „Über uns der Himmel, unter uns das Meer“ stehen Krankenschwester Frances und 599 andere Frauen kurz davor, in ein neues Kapitel ihres Lebens einzutreten. Mit einem Flugzeugträger sollen sie nach England gebracht werden. Doch, was sie da erwartet, wissen die wenigsten. Viele von ihnen werden endlich wieder mit ihren Ehemännern und Verlobten zusammengeführt. Mit jenen Männern, die sie einst innig liebten, doch von denen sie wegen des Weltkrieges getrennt wurden. Das Wissen darüber, dass nichts wie vorher ist und die Unwissenheit darüber, wie es weitergehen soll, zerfrisst viele von ihnen. Am deutlichsten ist das bei Frances zu spüren, die auf dem Schiff nahezu niemanden an sich heranlässt.

„Über uns der Himmel, unter uns das Meer“ spricht von Zukunft und Vergangenheit

Niemanden bis auf Henry Nicol, einen Marinesoldaten, der anders ist als die anderen. In jeder Nacht steht er vor ihrer Kabine, schützt sie vor anderen. Er ist ihre einzige Vertrauensperson, wenn es darum geht, die schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten. „Über uns der Himmel, unter uns das Meer“ widmet sich so vorrangig den beiden, verarbeitet aber auch allgemeine, zeitbedingte Aspekte. Frances wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Eine Vergangenheit, vor der sie fliehen wollte. Eine Vergangenheit, wegen der sie bis nach Australien ging. Man merkt dem Roman an, dass Moyes einmal mehr von ihrer großen Gabe Gebrauch macht, sich intensiv in die einzelnen Figuren hineinzuversetzen. Das gelingt der Britin mit unglaublicher Tiefe, so dass ihre Werke in der Tat sehr bewegend sind.


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