Ein Bild von Dir von Jojo Moyes – Unser Buchtipp

Moyes - Ein Bild von DirDie Werke von Jojo Moyes gibt es im deutschsprachigen Raum bereits seit mehr als zehn Jahren zu lesen. Noch im Erscheinungsjahr von „Sheltering Rain“ stand mit „Die Frauen von Kilcarrion“ das deutsche Pendant bereit. So wirklich erfolgreich gestalteten sich ihre Bücher hierzulande aber nicht. So schien Jojo Moyes mit „Eine Handvoll Worte“ 2012 derart furios die Bestsellerlisten zu stürmen, dass man dem Roman fälschlicherweise vielfach das Attribut eines Erstlings attestierte. Das ist aus besagtem Grund zwar falsch. Richtig ist aber, dass die Erfolgsgeschichte der Britin auf deutschem Literaturgefilde erst mit dieser romantischen Schrift ihren Anfang nahm. „Ein ganzes halbes Jahr“ und „Weit weg und ganz nah“ mehrten den erworbenen Ruhm. „Ein Bild von Dir“ liefert Fans der gefühlvollen Plots nun neues Material, es gibt sogar noch eine dazugehörige Vorgeschichte.

Ein Bild von Dir ist ein typischer Moyes-Roman

Immer wieder sind Kritiker zu hören, die Moyes vorwerfen, simple Frauenlektüre auf niederem Niveau zu verfassen. Die Realität sieht ein wenig anders aus, denn bei den Erzählungen der dreifachen Mutter geht es nicht um Großstadt-Luxus-Ladys mit extravagantem Charakter und der typischen Naivität bei der Suche nach Mr. Right. Ihre Protagonistinnen sind vielschichtiger und zumeist Alleinerziehende mit finanziellen Problemen, denen in einigen Fällen trotz beherztem Kampf das Happy End verwehrt bleibt. Sehr vielschichtig sind auch die Charaktere im neuesten Buch „Ein Bild von Dir“ konstruiert. Mit Liv Halston bekommen die Leser eine weibliche Akteurin geboten, die sich perfekt in Moyes bisherige Arbeiten integrieren lässt.

Ein Bild von Dir verbindet zwei Paare aus verschiedenen Zeiten

Liv Halston wird als eine Person beschrieben, die mit aller Macht an einem Gemälde hängt, das ihr entwendet werden soll. Ihre starke Bindung zum Bild basiert auf dem Fakt, dass es ein Geschenk ihres zu früh verstorbenen Mannes ist. Das Bild selbst hat zudem eine interessante Geschichte, wurde es doch während des Ersten Weltkriegs vom französischen Soldaten Edouard Lefevre für seine Frau Sophie gemalt. In einer Zeit, in der er sich im täglichen Gefecht gegen die deutschen Truppen zu bewähren hat, muss seine Frau eben jene Kriegsgegner im Familiengasthof bewirten. Es ist klar, dass ihre Geschichte mit der von Liv zusammenhängt, was „Ein Bild von Dir“ zu einem echten Moyes-Roman macht. Für diesen gibt es interessanterweise die etwa einhundert Seiten starke Vorgeschichte „Die Tage in Paris“, die zwar für das Verständnis nicht zwanghaft notwendig ist, aber jeden Moyes-Fan verzaubern wird.


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  1. Jacquelyn

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    1.01.2018
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