Monuments Men – Unser Filmtipp

Monuments MenDer Fall Gurlitt wirbelte Ende des vergangenen Jahres eine Menge Staub auf. Plötzlich waren sie wieder präsent, die schändlichen Taten der Nationalsozialisten, zu denen eben auch das Thema Kunstraub gezählt werden muss. Niemand kennt das Ausmaß der Machenschaften. Sicher ist nur, dass noch heute, etwa sieben Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg, unzählige Kunstschätze im Verborgenen liegen. Hitlers Plan ging ursprünglich in die Richtung, bei Kriegsniederlage alle eingesammelten Kunstgegenstände zu zerstören. Es ist zu großen Teilen den „Monuments Men“ zu verdanken, dass es beim Plan blieb. Die alliierte Sondereinheit aus Kunsthistorikern, Kuratoren und Museumsexperten rettete zu Kriegsende zahlreiche Gemälde, Skulpturen und andere Kunstwerke. Nun sorgt Regisseur und Hauptdarsteller George Clooney dafür, dass wir endlich von ihrem unschätzbaren Wert für die Menschheitsgeschichte erfahren.

Die Monuments Men – Eine wahre Geschichte

Guten Stoff für einen Kinofilm bieten die „Monuments Men“ auf jeden Fall. Eine Organisation, die aus dem Untergrund heraus arbeitet und dabei aus Mitgliedern ohne jegliche militärische Erfahrung besteht, hat durchaus Potenzial für Hollywood. Aus Sorge um die Kunstgüter dieser Welt formierte sich 1943 die Monuments, Fine Arts, and Archives Section, die bis zum Kriegsende etwa 400 freiwillige Akteure zählte, Kulturgüter schützte und teilweise sogar Gebäude vor der Bombardierung bewahren konnte. Die Gruppe um George Stout (George Clooney) und James Granger (Matt Damon) ist zwar fiktiv, sie steht aber stellvertretend für die wahren „Monuments Men“. Gerade Damons Rolle hat ein wahren Kern, ist er doch Lt. James Rorimer nachempfunden, der auf Schloss Neuschwanstein mehr als 20.000 Objekte rettete. Insgesamt acht Mitglieder zählt das Ensemble, mit Sam Epstein (Dimitri Leonidas) ist sogar ein in Deutschland Geborener mit dabei. In unterschiedlichen Missionen agiert die Truppe in London, Paris und natürlich auch direkt in Deutschland. Sie sichert dabei so manchen unersetzlichen Schatz.

Die Monuments Men – Mit Witz in einer ernsten Zeit

Leute wie John Goodman, der Walter Garfield spielt, und Bill Murray, der Richard Campbell mimt, sind von Regisseur Clooney nicht ganz unbewusst gewählt. Wenngleich die fast zweistündige Verfilmung von Robert M. Edsels gleichnamiger Studie „Monuments Men“ ein ernstes Thema aus einer mehr als besorgniserregenden Zeit erzählt, fehlt doch an nur wenigen Stellen die richtige Würze Humor. Gerade einzelne Auseinandersetzungen der Mitglieder untereinander sind ein Lächeln wert. Man darf getrost davon ausgehen, dass die „Monuments Men“ mit Freude Kunstartefakte aufspürten und diese vor dem Untergang retteten. Niemals vergessen, und das lässt der Film ebenfalls durchschimmern, sollte man aber auch die Tatsache, dass ihre Mission nicht ganz ungefährlich war. Schließlich agierten sie gegen die Nationalsozialisten sowie die Pläne der Sowjets, die alle aufgespürten Kunstgüter in erster Linie als Reparationszahlungen ansahen.


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