Max Schmeling – Eine deutsche Legende

Deutschlands Vorzeigeboxer Arthur Abraham kam die Anfrage wie die Erfüllung eines Kindheitstraumes vor. Nur eines wollte er nicht, einen Boxer spielen, der verliert. Das war Abrahams einzige Bedingung in der lang angekündigten Hommage an den wohl besten deutschen Boxer aller Zeiten. So kam es dann auch, denn Abraham spielt Schwergewichtsboxer Richard Vogt, den letzten Gegner Schmelings. Die Rolle des Hauptprotagonisten selbst verkörpert Gentleman Henry Maske, der nach den Angaben von Abraham dem gemeinsamen Idol verdammt ähnlich sieht, zumindest nachdem die Crew ihn hergerichtet hat. So dürfen wir schon jetzt gespannt sein auf den 07. Oktober, denn da sehen wir Maske gegen Abraham boxen, auf der Leinwand versteht sich. Natürlich finden sich viele Boxszenen in dem Film, weswegen es auch so wichtig schien, die Rollen mit richtigen Boxern und nicht nur mit gewöhnlichen Schauspielern zu versehen. Das Schauspielern gehört nach Abraham eh zu einem guten Boxer dazu.

Herausgesprungen ist ein Kinofilm, der es getrost mit der Rocky-Reihe aufnehmen kann, auch wegen Maske und Abraham, vor allem aber wegen der Legende Max Schmeling. Der Sohn eines Steuermannes kämpfte gegen die besten Boxer der Welt und ein System, in dem für Leute mit Verstand nur wenig Platz war. Schmeling rang die Boxlegende Joe Louis nieder und widersetzte sich den Machenschaften der Nationalsozialisten. Er rettete jüdische Kinder und unterstützte später sogar einstige Konkurrenten. Genau diese Seiten an Schmeling machten ihn so sympathisch und genau diese Seiten sind es auch, denen im Film besondere Beachtung geschenkt wird. Es ist die Geschichte eines deutschen Soldaten, der sich im Gespräch mit einem britischen Kriegsgefangenen an die alten Erfolge zurückerinnert und der als ehemaliger Weltmeister nach Kriegsende ein Comeback wagt, das ihn zum Schwergewicht der Sportgeschichte wachsen lässt.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter