Maleficent – Unser Filmtipp

MaleficentDank der Gebrüder Grimm, die bekanntermaßen zu Beginn des 19. Jahrhunderts sämtliche Kinder- und Hausmärchen in einem Band sammelten, bekamen wir bereits in jungen Jahren spannende Geschichte vorgelesen. Ja, Märchen begleiten uns während der Kindheit. Sie verinnerlichen moralische Grundsätze und lehren uns einiges für das spätere Leben. Neuerdings  finden auch immer mehr dieser Erzählungen ihre Verwendung in großen Hollywoodproduktionen, wobei sich der Fokus gelegentlich etwas verschiebt. Zuletzt sah man beispielsweise „Hänsel und Gretel“ als Hexenjäger und in „Spieglein, Spieglein“ eine recht sonderbare Schneewittchen-Adaption. Mit Maleficent bekommt die Revolution der neuausgelegten Märchenstoffe neuen Zuwachs.

Maleficent – Die böse Fee, die einst Dornröschen in den Schlaf sang

Zurückgehend auf den Stoff von „Dornröschen“ präsentiert der zweifach oscarprämierte Bühnenbildner Robert Stromberg („Avatar“) mit „Maleficent“ die Geschichte der bösen Fee, welcher im Märchen nur eine untergeordnete Nebenrolle zugesprochen wird. An vielen Stellen macht die filmische Version deutlich, dass die böse Fee Maleficent, die von Angelina Jolie („Mr. & Mrs. Smith“) gemimt wird, zwar durchaus dunkle Facetten besitzt, eigentlich aber selbst Opfer einer bösen Intrige ist. Die Titelheldin erzählt dem Kinozuschauer ihre Geschichte, die einst mit der Verbindung der zwei Reiche begann. Während im Menschenreich Krieg herrscht, leben die verschiedenen Fabelwesen im benachbarten Feenreich friedlich zusammen. Der Menschenjunge Stefan (zunächst: Michael Higgins, später: Sharlto Copley) freundet sich mit der Fee Maleficent (zunächst: Isobelle Molloy) an. Einige Jahre später nutzt er die frühere Freundschaft, um Maleficent zu hintergehen, ihr die mächtigen Flügel zu rauben und so den Menschenthron zu besteigen. Die Fee lechzt nach Rache und verflucht Stefans Tochter Aurora (Ella Fanning), die an ihrem 16. Jahrestag in einen niemals endenden Schlaf sinken soll.

Maleficent – 200-Millionen-Film für die ganze Familie

Etwa 200 Millionen Dollar sollen für „Maleficent“ ausgegeben worden sein. Damit verfügte Regisseur Stromberg über das am besten ausgestattete Debüt der Filmgeschichte. Die prächtigen Panoramaaufnahmen der Welten zu Beginn zeigen gleich, dass definitiv nicht an den falschen Ecken gespart wurde. In Verbindung mit einem ordentlich strukturierten Plot, in welchem „Maleficent“ Aurora vor ihrem 16. Geburtstag näher kennenlernt und fortan die wahre Bedeutung der Prinzessin erkennt, summiert sich das zu einem sehenswerten Kinofilm. Durch die zensierte deutsche Fassung verliert „Maleficent“ hierzulande zwar 40 Sekunden, ist so aber auch für die kleinen Kids zu bewundern. Gemeinsam mit ihren Eltern erleben sie eine ganz andere Perspektive des bereits bekannten Märchenstoffs.


Ein Kommentar zu “Maleficent – Unser Filmtipp” Eigenen verfassen
  1. apocalypse

    Tja, die Herrin der Tiere sollte man eben nicht vergewaltigen („die Flügel wegnehmen“), denn nur sie liebt alle Lebewesen mit UNBEDINGTER LIEBE….

    Kein Wunder, dass alle Feen, Magier und Schamanen ausgestorben sind in „unserer“ Welt von Eisenkäfigen („Architektur“), Eisenflügeln und Eisenmünzen (Geld)…

    1.06.2014
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