Machete kills – Filmtipp

Machete killsEs steht außer Frage, dass unser heutiger Filmtipp sich nicht unbedingt an die ganz jungen Kinogäste richtet. Jeder, der die 16 aber bereits überschritten hat, wird in „Machete kills“ aus dem Staunen kaum herauskommen. Regisseur Robert Rodriguez („Sin City“) macht nämlich genau da weiter, wo er im ersten Teil mit der mexikanischen Killermaschine aufgehört hat. Das personifizierte Schneidewerkzeug muss 2013 die Vereinigten Staaten vor einer atomaren Rakete beschützen und soll dafür im Gegenzug die lang ersehnte US-amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten. Machete ist zwar mit allen Wassern gewaschen und Kampftechniken ausgerüstet. Logischerweise gestaltet sich das 100minütige Geschehen aber schwieriger als es der Titelheld anfangs angenommen hat.

Machete kills, weil ein Newcomer ihn darum bittet

Machete (Danny Trejo) hat schon im gleichnamigen Kinofilm 2010 bewiesen, dass er vor kaum einer Brutalität zurückschreckt und diejenigen, die es verdient haben, auch ordentlich bluten lässt. Hat er damals einen Darm genutzt, um sich auf sichere Art und Weise aus dem Krankenhausfenster zu schwingen, wirft er selbiges Organ in „Machete kills“ in die Rotorenblätter eines Hubschraubers. Allein diese Szene zeigt, in welche Richtung Rodriguez seinen zweiten Teil ziehen lässt. Gleich zu Beginn stirbt mit Sartana (Jessica Alba) Machetes engste Bezugsperson. Als Sheriff Doakes (William Sadler) ihn zu allem Überfluss auch noch am Galgen baumeln sehen möchte, klingelt das Telefon und der Mächtigste Mann des Erdballs, US-Präsident Rathcock (Newcomer Carlos Estevez), legt sein Veto ein. Machete wird benötigt, um Washington vor einem atomaren Anschlag zu schützen. Dafür muss er Kartellboss Mendez (Demian Bichir) aufsuchen. Dieser zieht bei seiner Ankunft eine sonderbare Überraschung aus dem Köcher.

Machte kills – Schauspielgrößen und einer, den wir eigentlich kennen

Zwar kann Machete Mendez stellen, dieser aber hat sich den Raketenauslöser an das eigene Herz angeschlossen. Wenn die Pumpe nicht mehr tickt, tickt auch der 24-Stunden-Countdown etwas kürzer. Mendez muss also lebend in die USA gebracht werden, damit der Super-GAU noch irgendwie gestoppt werden kann. Es wäre zu einfach, wenn man da nicht noch 20 Millionen Kopfgeld auf die neu zusammengestellte Reisegruppe ausgesetzt hätte. Ganz Mexiko jagt die Beiden. Besonders Profikiller Chamäleon, dessen ultimative Anpassungsfähigkeit durch vier vollkommen differente Schauspieltypen (Walton Goggins, Cuba Gooding Jr., Antonio Banderas und Lady Gaga) verkörpert wird, ist hinter ihnen her. Ganz oben auf der Feindskala rangiert mit Voz (Mel Gibson) ein Oberbösewicht, der nicht gerade als schauspielerisches Fliegengewicht charakterisiert werden sollte. Um dieses handelt es sich im Übrigen auch bei Estevez nicht, der Zuschauer unter anderem Namen durchaus geläufig sein dürfte. Der Gang ins Kino lohnt bei „Machete kills“ demnach auf jeden Fall. Grandiose Schauspieler, zu denen sich auch noch Michelle Rodriguez, Amber Heard und Sofia Vergara gesellen, und die Urgewalt eines Mannes sorgen für ein unterhaltsames Actionabenteuer.

 


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