Machenschaften am Fuße des Nils

AegyptenEs ist ein heißer Morgen in den Straßen von Ägyptens Hauptstadt Kairo, als Daniel Knox über den Markt schlendert und auf eine alte Tonschale trifft. Zwar ist der Ägyptologe davon überzeugt, dass es sich um eine Fälschung handeln muss, doch der Verkäufer beharrt auf die Echtheit seines historischen Fundes. Irgendwas an dieser gewöhnlichen Tonarbeit reizt Knox und so beschließt er schließlich, sie zu kaufen – der Beginn einer atemberaubenden Geschichte um einen verborgenen Tempel, das Alte und das Neue Testament, einen fanatischen Priester und jede Menge Korruption. In den folgenden Tagen verliert der smarte Knox nicht nur seinen Freund Omar, sondern springt auf seiner Flucht quer durch die Sahara mehrfach selbst dem Tod nur hauchdünn von der Schippe. Unterstützt wird er, wie schon in „Das Gottesgrab“, von der charmanten Französin Gaille, die diesmal ihren ganz eigenen Kampf ums Überleben durchmachen muss…

Die Jagd am NilWer auf Thriller von Dan Brown und Michael Cordy steht, sollte auch mal einen Blick in „Die Jagd am Nil“ von Will Adams werfen, wer das erste Abenteuer des Ägyptologen gelesen hat ohnehin. Zwar scheint sein Protagonist heroischer als etwa ein Robert Langdon und vollbringt in den aussichtslosesten Situationen noch so manche Wundertat, einer realitätsnahen Spannungssteigerung kommt das aber nicht in den Weg. Adams brilliert durch historische Korrektheit und wirft eine zeitunabhängige Problematik, den immer wiederkehrenden Kampf der Kirche um ihren autonomen Anspruch auf historische Unfehlbarkeit, auf. Zu keinem Zeitpunkt erfährt der Leser, worum es in Wirklichkeit geht und welche Rolle die einzelnen Charaktere im Konstrukt spielen. So bleibt der Ausgang bis zum Ende ungewiss und der Leser an das Buch gefesselt.


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