Preis der Leipziger Buchmesse – Essayistik und Sachbuch

Während in der kommenden Nacht von Sonntag zu Montag in L.A. die Academy Awards und damit die begehrtesten Filmpreise vergeben werden, schaut das literarische Deutschland derzeit gespannt auf die Vergabe des Preises der Leipziger Buchmesse. In drei Kategorien wird ein Werk prämiert, das sich von den anderen seiner Kategorie abhebt. Dafür erhält der dazugehörige Autor Mitte März neben der Auszeichnung auch ein stattliches Preisgeld von 15.000 Euro. Nachdem in der vergangenen Woche an dieser Stelle die Kandidaten für den Bereich Belletristik vorgestellt wurden, widmen wir uns heute der Kategorie Essayistik und Sachbuch, wo nicht weniger unterhaltsame Lektüre wartet.

Essayistik und Sachbuch:

Lethen- Der Schatten des FotografenHelmut Lethen mit „Der Schatten des Fotografen“

Mehr als 80 Lenzen zählt der Kulturwissenschaftler Lethen, dessen 272-Seiten-starkes „Der Schatten des Fotografen“ eine Hommage an die Fotografie darstellt. Brillant zusammengestellt streift der Autor markante Eckpfeiler der Kunst- und Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts und vereint so die Arbeiten der größten Künstler.

Kaube - Max WeberJürgen Kaube mit „Max Weber“

Ebenfalls aus dem Hause Rowohlt nominiert ist Jürgen Kaube, der mit „Max Weber“ an einen der größten Denker unseres Landes erinnert. Der stellvertretende Feuilletonchef der FAZ zeigt aber nicht nur den Soziologen, Juristen und Nationalökonomen Weber, dessen Geburtstag in diesem Jahr seine 150. Ausgabe feiern würde. Nein, Kaube erweist sich als Berichterstatter über den gesellschaftlichen Aufbruch in die Moderne.

Vinken - AngezogenBarbara Vinken mit „Angezogen“

Die einzig nominierte Dame Barbara Vinken unterrichtete bereits in München, Paris und New York, schrieb zudem für Die Zeit und Cicero. „Angezogen“ ist eine Studie, bei der vordergründig das zeitliche Phänomen der Mode in den Fokus geschoben wird. Genau betrachtet aber beweist die Autorin, dass sich die damit zusammenhängenden Beobachtungen auf viele Bereiche des Lebens ausdehnen lassen.

Willemsen - Das hohe HausRoger Willemsen mit „Das hohe Haus“

Bestsellerautor Roger Willemsen ist der prominenteste der fünf Kandidaten und einer, der schon oftmals im öffentlichen Bereich zu bewundern war. „Das hohe Haus“ ist das Ergebnis seiner ein Jahr andauernden Besuche im Deutschen Bundestag. Der Honorarprofessor der Humboldt-Universität zu Berlin offenbart dem Leser dabei so manch interessantes Faktum, das der Laie gar nicht im Blick hätte.

Diederichsen - Über Pop-MusikDiedrich Diederichsen mit „Über Pop-Musik“

Musikalisch wird es bei Diedrich Diederichsen, wobei er in „Über Pop-Musik“ zu der Erkenntnis gelangt, dass es sich dabei gar nicht um Musik handelt. Der mal in Berlin, mal in Wien Beheimatete schreibt über das gesamte Phänomen, das den Pop durchaus auch in anderen Bereichen wandeln lässt und all den Einfluss offenbart, den er auf unser alltägliches Leben ausübt.


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