Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse – Kategorie Essayistik

In der vergangenen Woche haben wir das erste Mal auf die potenziellen Sieger des Preises der Leipziger Buchmesse geschaut. Im ersten Beitrag widmeten wir uns an dieser Stelle den fünf Nominierten der Kategorie Belletristik. Heute schauen wir in die nächste Sparte Essayistik und Sachbuch, die ebenfalls mit einem Preisgeld von 15.000 Euro dotiert ist und in der fünf hervorragende Autoren ins Finale gehen.

Christoph RibbatChristoph Ribbat – Im Restaurant. Eine Geschichte aus dem Bauch der Moderne

So wie Christoph Ribbat hat bisher noch niemand auf den Mikrokosmos geschaut. „Im Restaurant. Eine Geschichte aus dem Bauch der Moderne“ vereint unterschiedliche Charaktere aus ganz unterschiedlichen Schichten. Das Werk zeigt, wie fein die Nuancen sind, die einen Menschen von einem anderen abgrenzen. Insofern ist das Buch ein hervorragendes Abbild sozialer Differenzen.

Werner BuschWerner Busch – Adolph Menzel. Auf der Suche nach der Wirklichkeit

Werner Busch beschreibt nicht einen Ort, sondern nur eine einzige Person. „Adolph Menzel. Auf der Suche nach der Wirklichkeit“ ist ein gelungenes Portrait eines Mannes, der viele portraitierte. Menzels Gemälde über Friedrich den Großen prägt noch heute unser Geschichtsbild, Buschs Hommage an den Künstler zeigt uns alle Facetten des äußerst beeindruckenden 19. Jahrhunderts.

Hans Joachim SchellnhuberHans Joachim Schellnhuber – Selbstverbrennung. Die fatale Dreiecksbeziehung zwischen Klima, Mensch und Kohlenstoff

Bei „Selbstverbrennung. Die fatale Dreiecksbeziehung zwischen Klima, Mensch und Kohlenstoff“ von Hans Joachim Schellnhuber lässt der Titel keinen Zweifel am Inhalt. Über drei Dekaden hat sich der Wissenschaftler mit dem Klimawandel beschäftigt. Sein Werk beschreibt seine dadurch entstandene Schlussfolgerung, nämlich dass wir uns selbst zerstören, wenn nicht langsam ein Umdenken vollzogen wird. Schellnhuber ist ein Experte, der die Angelegenheit pointiert auf den Punkt bringt.

Ulrich RaulffUlrich Raulff – Das letzte Jahrhundert der Pferde. Eine Geschichte der Trennung

Wenn wir unsere Welt durch den dauerhaften Konsum von Energieträgern irgendwann zugrunderichten, dann trifft es auch die von Ulrich Raulff Beschriebenen. „Das letzte Jahrhundert der Pferde. Eine Geschichte der Trennung“ zeigt die Bedeutung des hufigen Vierbeiners für den Menschen. Es charakterisiert ihn als stetigen Begleiter, auf den man sich immer verlassen konnte und ohne den wir letztlich nicht so leben könnten, wie wir es tun.

Jürgen GoldsteinJürgen Goldstein – Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt

Mit Pferden gingen viele Menschen auf Entdeckungstouren. Jürgen Goldstein hat ein Buch über jemanden geschrieben, der dafür lieber das Medium Schiff nutzte. „Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt“ ist eine biographische Schrift, die den Vergleich mit jedem Abenteuerroman auf sich nehmen kann. Kaum einer weiß, dass Forster mit Cook um die Welt segelte, ehe er 1793 in Mainz die Republik ausrief. Goldstein schon und darüber hinaus noch vieles mehr.


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