Laduuuuuuuuuuuuma!

Das afrikanische Wort bedeutet ins Deutsche übersetzt Tor, im Englischen heißt es goal und im Spanischen gol. Zugegeben, unsere Kommentatoren hierzulande wagen es nur selten, dieses Wort übermäßig in die Länge zu ziehen, die Afrikaner tun es aber, die Spanisch sprechenden in Perfektion. Hören Sie sich ruhig mal den Jubelruf eines südafrikanischen Moderators bei einem Tor der Kaizer Chiefs gegen die Orlando Pirates an! Sie werden sich wünschen, er würde die Herren Reif, Bartels und Co. ersetzen. Der Afrikaexperte Bartholomäus Grill hat die durchaus verlängerte Form des Torjubels als Titel für sein Werk benutzt. „Laduuuuuma – Wie der Fußball Afrika verzaubert“ ist eine Hommage an seine Wahlheimat.

Grill war selbst schon im Fußball tätig, trainierte eine Jugendmannschaft in Johannesburg und bekam so die direkten Auswirkungen, die der Sport auf den Staat und die in ihm lebenden Menschen hat, mit. Südafrika sei mehr als nur Nelson Mandela, Apartheid und Diamanten und es gibt nach Grills Angaben noch viel mehr, über das es zu sprechen gilt. Lange hat der Kontinent auf die Austragung einer WM warten müssen und Südafrika, als Vorreiter für die friedliche Entwicklung eines Landes, darf nun den gesamten Kontinent repräsentieren. Es ist nämlich keinesfalls eine WM für Südafrika, es ist eine WM für den kompletten Kontinent, also auch für alle anderen Staaten, die zwischen Kairo und Pretoria zu finden sind. So beschränken sich Grills Erlebnisschilderungen nicht allein auf den Staat am Kap der Guten Hoffnungen, sondern beinhalten auch Entwicklung sowie die heutige Bedeutung des Balles in und für Burundi, Lesotho oder Somalia.


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