Kinotipp: Eine offene Rechnung

Der Film „Eine offene Rechnung“ (Original: The Debt) spielt mit dem Genre des Agententhrillers, hat Züge eines Psychodramas und läuft seit dieser Woche in den deutschen Kinosälen. Die Hauptrollen sind unter anderem mit Oscarpreisträgerin Helen Mirren und Newcomer Sam Worthington (den meisten bekannt aus Avatar) hervorragend besetzt.

In dem Film müssen drei junge Agenten des Mossad einen Nazi-Schergen gefangen nehmen und nach Israel bringen. Nachdem die Entführung zunächst klappt, geht anschließend alles schief, der Gekidnappte flieht und die drei Agenten verschweigen das Misslingen des Auftrags, indem sie vorgeben, den Gefangenen getötet zu haben. 30 Jahre später scheint die Sache jedoch aufzufliegen und die Vergangenheit holt sie ein.

Die sehr klassische Umsetzung erinnert sofort an Agententhriller der 60er und 70er und erzeugt nicht nur Spannung, sondern auch eine Art Déjà-vu-Erlebnis. Der zackige Schnitt und die enge Kameraführung lassen den Zuschauer die Enge spüren, in die sich die Agenten gedrängt fühlen, was ein unmittelbares Eintauchen in den Film ermöglicht. So sind es diese besondere Atmosphäre und die sehr dichte Spannung, die „Eine offene Rechnung“ auszeichnen.

Einen ganz anderen Agententhriller hat Helen Mirren erst kürzlich mit R.E.D. präsentiert, in dem sie eine alternde Agentin spielt, die es nochmal mit ihren Kollegen wissen will, wohingegen sie in Ein russischer Sommer die Frau von Leo Tolstoi in seinen letzten Monaten spielt. Der Film lebt von seinen beiden Hauptdarstellern und zeigt auf faszinierende Weise das Leben dieses berühmten Schriftstellers.

Trailer: Eine offene Rechnung


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