Kinotipp: Die Haut, in der ich wohne

Es ist einige Zeit her, dass man einen Film mit Antonio Banderas im Kino bestaunen konnte, doch das Warten hat sich gelohnt. In seinem neusten Film Die Haut, in der ich wohne, welcher lose auf dem gleichnamigen Roman des französischen Autors Thierry Jonquet beruht, spielt Banderas einen Arzt Dr. Robert Ledgard, der eine Frau auf seinem Anwesen gefangen hält, um sie als Versuchskaninchen für seine Perversionen zu missbrauchen.

Er entwickelt eine Haut, die nicht verbrennen kann und probiert diese an ihr aus. Es kommt zur Konfrontation mit seinem Bruder, als dieser das Geschehen zufällig aufdeckt und Ledgard zur Rede stellt. Doch den Zuschauer erwarten noch weit mehr Verstrickungen als diese. Auch auf den Nebenschauplätzen gibt es viele verborgene Geheimnisse und nicht alles ist so zufällig, wie es den Anschein hat.

Kultregisseur Pedro Almodovar zeigt erneut sein Können für außergewöhnliche Stoffe und mutige Erzählsprünge. Den Regisseur und Banderas verbindet eine lange Vergangenheit, doch ist es 20 Jahre her, dass die beiden gemeinsam an einem Projekt arbeiteten. Eine Schaffenspause, die den beiden offensichtlich guttat.

Kein Blockbuster im herkömmlichen Sinne, sondern Kino, das wortwörtlich unter die Haut geht und mit den Ängsten und Erwartungen des Zuschauers spielt.


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